Unsere Landesnachbarn stimmen ab
Bayern wählt heute! - Bürgermeisterwahl in Motten und zwei Landratswahlen
In Bayern finden am Sonntag Kommunalwahlen statt
Foto: O|N-Grafik
08.03.2026 / REGION -
Die Bayern sind uns in so manchem eine Nasenlänge voraus - auch bei der Kommunalwahl. Denn sie dürfen ihr Kreuz auf dem Wahlschein eine Woche vor uns Hessen machen. Gewählt werden am heutigen Sonntag Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage sowie die Bürgermeister und Landräte der jeweiligen Orte, Städte und Landkreise. In unserer Nachbarregion in Unterfranken wird es zwangsläufig zu mehreren Wechseln kommen: Einige langjährige Amtsinhaber stellen sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl und die Wähler können eine neue Spitze wählen.
In den zwei Landkreisen werden am 8. März der Landrat und der Kreistag neu bestimmt. In Bad Kissingen geht Thomas Bold (CSU) nach 24 Amtsjahren in den Ruhestand. Für seine Nachfolge bewerben sich wie berichtet Mario Götz (CSU), Patrick Geßner (AfD) und Maximilian Hümmer (FDP/Freie Bürger).
Auch im Landkreis Rhön-Grabfeld wird es zwangsläufig einen Amtswechsel geben, denn der langjährige Landrat Thomas Habermann (CSU) tritt aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl an. Er war dort immerhin 23 Jahre im Amt. Gleich fünf Bewerber haben für seine Nachfolge ihren Hut in den Ring geworfen.
Christof Herbert (CSU), Sonja Rahm (FW), Yatin Shah (Grüne), René van Eckert (SPD) und Karl Schenk Graf von Stauffenberg (FDP) wollen künftig als Landrat oder Landrätin die Geschicke im Landkreis Rhön-Grabfeld lenken.
Im bayerischen Nachbarort Motten wird heute mehr als der künftige Gemeinderat bestimmt. Die amtierende Bürgermeisterin Katja Habersack (CSU) will ihren Chefsessel im Rathaus behalten und hofft darauf, dass die Wahlberechtigten der rund 1.800 Einwohner in Motten sie erneut im Amt bestätigen. Unterstützt wird die 49-Jährige von der Wählergemeinschaft Motten und Speicherz. Sie selbst ist CSU-Mitglied und möchte zusätzlich zum Bürgermeisteramt auch in den Kreistag gewählt werden. Sie setzt auf ihre Heimatverbundenheit und hat keine Gegenkandidaten.
Eine Fünfprozenthürde gibt es bei der Kommunalwahl nicht. Das sorgt bei der Vielzahl von Wählergruppierungen und losen Zusammenschlüssen von Wahlberechtigten außerhalb der etablierten Parteien nach der Wahl für große Vielfalt bei den Gemeinderäten. Denn klassische Parteipolitik spielt auf der kommunalen Ebene nur eine geringe Rolle - Sachpolitik hat Priorität.
Wie unsere bayerischen Nachbarn in den genannten Fällen abgestimmt haben, erfahren sie am Sonntagabend bei O|N. (ci)+++