Politik und Heringssalat

Gute Gespräche beim politischen Aschermittwoch der CWE in Kirchhasel

v.l.n.r.: Hermann Quell, Dr. Lars Heckmann, Thomas Grünkorn
Foto: CWE-Stadtverband Hünfeld

19.02.2026 / HÜNFELD - Beim gut besuchten und traditionellen Politischen Aschermittwoch der Hünfelder CWE in Kirchhasel hat die CWE in Hünfeld den Wahlkampf eröffnet. Die Wählergemeinschaft plant dazu weitere Informationsveranstaltungen. "Dabei gilt es, die Wähler zu überzeugen, dass Hünfeld eine starke CWE braucht", so Vorsitzender Hermann Quell bei der Begrüßung der Gäste, die aus dem gesamten Landkreis gekommen waren - darunter Kreisbeigeordnete Rita Baier und alle CWE-Kreistagsabgeordneten.



Thomas Grünkorn, Vorsitzender der CWE-Kreistagsfraktion, referierte über die Arbeit der CWE im Fuldaer Kreisparlament und erläuterte die zahlreichen Anträge und Anfragen der Bürgerliste in der letzten Wahlperiode. Leider seien zahlreiche CWE-Initiativen von der CDU-/FDP-Mehrheit abgelehnt oder durch Änderungsanträge verwässert worden.

Besonderes Problem aus Sicht der CWE sei die vielerorts negative Entwicklung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich. Auch dazu habe die CWE mehrere Anträge gestellt. Allerdings liege es vornehmlich in der Hand von Bund und Land, die Arbeitsbedingungen von Hausärzten grundlegend zu verbessern und die Eröffnung oder Übernahme von Hausarztpraxen im ländlichen Raum endlich attraktiver zu machen. Auch die Präsenz von Fachärzten in den kommunalen Zentren sei wichtig für die Grundversorgung in den Gemeinden.

Sorge bereite der CWE auch, so Grünkorn, die mangelnde Finanzausstattung der Kommunen durch Bund und Land. Seit Jahren würden Städten und Gemeinden zusätzliche Aufgaben, oft mit zusätzlicher Bürokratie, aufgebürdet, ohne dass die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung gestellt würden. Daher hätten immer mehr Städte und Gemeinden Haushaltsdefizite und seien gezwungen, Steuern zu erhöhen. Hier seien auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Fulda gefordert.

Ausdrücklich begrüßte CWE-Kreistagsabgeordneter Manfred Wiegand das Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofs zum Auszählverfahren bei den anstehenden Kommunalwahlen, denn der Vorschlag der hessischen Landesregierung hätte zur Bevorzugung stärkerer Parteien geführt und das Prinzip der Stimmengleichwertigkeit verletzt.

Stadtverordneter Dr. Lars Heckmann berichtete über die sehr erfolgreiche Fraktionsarbeit der ablaufenden Wahlperiode der CWE. In allen Bereichen konnten Veränderungen durch Anträge oder aktive politische Arbeit in den Gremien erreicht werden. Auch wenn dies oftmals länger dauert oder nach Umsetzung die Mehrheitsfraktion für sich besetzt. Durch diese strittige und hartnäckige Politik der CWE in der Opposition können die Stadtverordneten sehr stolz auf ihre Erfolge sein und haben maßgeblich die Entwicklung der Stadt geprägt.

In den letzten Jahren wurden viele Konzepte und Aktionspläne erarbeitet. Viele dieser Pläne beinhalten Ideen, die bei passender Zeit umgesetzt werden können. Somit sind viele wichtige Entscheidungen noch nicht getroffen. Daher fordert die CWE, aktuelle und wichtige Themen wie den Ausbau des Radwegenetzes auch tatsächlich zu beginnen. In den letzten 5 Jahren ist kein einziger Meter nach dem überarbeiteten Konzept neu gebaut worden. Ein wichtiger Aspekt ist der gesamte Verkehr, ob mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß. Dieser hat sich verändert und muss daher allen gerecht werden. Somit wird es endlich Zeit, Maßnahmen gegen zu hohe Geschwindigkeit umzusetzen.

Nach der Politik wurde den Teilnehmern der traditionelle Heringssalat serviert und es blieb Zeit für interessante Gespräche. (pg/pm)+++

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