"Es muss nicht immer Verzicht sein"

Aschenkreuz "to go" - Besinnung zwischen Alltagsstress und Arbeitsdruck

Mit dem Aschermittwoch und dem Aschenkreuz beginnt die christliche Fastenzeit
Alle Fotos: Martin Engel

19.02.2026 / FULDA - Die Fastenzeit ist eine Zeit, die von vielen Christen, genau wie die Advents- und Weihnachtszeit, zur Besinnung und Entschleunigung genutzt wird. Der hektische Alltag lässt Besuche beim Gottesdienst mitten in der Woche oft nicht zu und aus diesem Grund bietet das Bistum Fulda seit 2016 die Möglichkeit für ein "Aschekreuz to-go" an – so auch in diesem Jahr. Hierbei kann nach einem kurzen Impuls in der Stadtpfarrkirche das Aschekreuz empfangen werden.



Die Asche für das Aschenkreuz wird aus den verbrannten Palmenzweigen des Vorjahres gewonnen und als Symbol der inneren Einkehr und Buße in Kreuzform auf der Stirn der Gläubigen aufgetragen. Dabei steht es symbolisch für den Übergang von der Karnevalszeit zur Fastenzeit.

Die Idee für ein Achenkreuz "to go" entstand aus der Problematik, dass viele Menschen keine Zeit finden für einen einstündigen Gottesdienst. Insbesondere die arbeitende Bevölkerung, die die Impulse in ihrer Mittagspause und auf dem Nachhauseweg wahrnehmen kann, und auch Mütter, die nicht über eine ganze Messe hinweg mit dem Kinderwagen in der Kirche verbringen können, freuen sich laut Stadtpfarrer Stefan Buß über das Angebot der Kirche.

Bewusst etwas Gutes tun

Viele Menschen setzen insbesondere das Konzept der Fastenzeit mit Verzicht gleich, was aber nicht immer stimmt. "Ein wichtiger Aspekt ist es, auch etwas Gutes für seine Mitmenschen zu tun, was oft zu kurz kommt", erklärt Stefan Buß im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS.

Das Thema des diesjährigen Fastentuchs ist "Woher nimmst du Frieden für dein Herz?". Eine Frage, die insbesondere in Zeiten von internationalen Spannungen zum Nachdenken anregen soll. Außerdem geht sie d'accord mit dem Leitspruch der katholischen Kirchen für den Hessentag "Im Herzen eins".

Das "Aschenkreuz to go" ist also für all diejenigen, die wenig Zeit haben, eine gute Möglichkeit, auch während der Arbeitszeit, in der Pause oder zwischen wichtigen Terminen eine kurze Pause einzulegen und die Fastenzeit zu starten. Dabei muss man in den folgenden 40 Tagen nicht immer auf etwas verzichten, sondern kann die Zeit auch nutzen, um Gutes zu tun, aber auch, um sich Zeit für sich selbst zu nehmen. (pg)+++

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