Südwestdeutsche Einzelmeisterschaften

Toller Erfolg: Fuldaer Judokas erkämpfen vier Medaillen

Die Fuldaer Teilnehmer der Altersklasse U18 und U21 freuen sich über drei Startplätze bei den Deutschen Meisterschaften.
Fotos: 1. Fuldaer Judoclub

18.02.2026 / WÖRRSTADT - Am Faschingswochenende sicherte sich die Jugend des 1. Fuldaer Judo-Clubs vier Medaillen bei den Südwestdeutschen Einzelmeisterschaften. Michelle Müller krönte sich in der Altersklasse U21 zur Südwestdeutschen-Meisterin, Rabea Hohmann (U21), Ivan Fedorenko (U18) und Thore Menges (U15) sichern sich jeweils eine Bronzemedaille. Für die Altersklassen U18 und U21 ist die Podestplatzierung mit der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften verbunden.



Ein äußerst erfolgreiches Wochenende liegt hinter der Jugend des 1. Fuldaer Judo-Clubs. Das Faschingswochenende verbrachten die Judoka im Rheinland-Pfälzischen Wörrstadt bei der Südwestdeutschen-Einzelmeisterschaft der Altersklassen U15, U18 und U21. Für diese hatten sich insgesamt sieben Fuldaer Judokas durch ihren Podestplatz an der Hessischen Einzelmeisterschaft qualifiziert. Zwischen den vier Verbänden Rheinland, Pfalz, Saarland und Hessen hieß es nun, die Teilnehmer für die Deutsche Einzelmeisterschaft U18 in Leipzig und U21 in Potsdam zu ermitteln. Für die Altersklasse U15 ist die Südwestdeutsche-Einzelmeisterschaft die höchst erreichbare nationale Ebene, da in dieser Altersklasse noch keine Deutschen Meisterschaften ausgerichtet werden.

Samstag traten zunächst die Altersklassen U18 und U21 an. Hier waren sechs Fuldaer Judokas vertreten, allen voran Michelle Müller (-57kg), die sich für beide Altersklassen (Doppelstart) qualifizieren konnte. Startete der Tag in der Altersklasse U18 für sie mit Platz 5 denkbar unglücklich und knapp am Podest vorbei, so konnte sie sich in der Altersklasse U21 den Titel erkämpfen. Müller siegte in allen drei Begegnungen vorzeitig und zeigte damit die Ambitionen, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Johanna Wint aus Griesheim konnte sie nach etwa 40 Sekunden mit einer tiefen Seoi-nage, Erika Müller (JSV Kaiserslautern) mit einem Haltegriff im Boden und Katharina Riehl (TG Hochheim) nach 30 Sekunden mit einem Würger schlagen. Ein starker Auftritt von Müller, die eigentlich noch der Altersklasse U18 angehört.

Ebenfalls die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U21 konnte Rabea Hohmann (-63kg) klar machen. Nach einer Auftaktniederlage gegen die spätere Vizemeisterin Alesia Büttner aus Speyer, kämpfte sich Hohmann souverän durch die Trostrunde. Gegen Angelina Tiz (Judo Kenshi HOM Erbach) siegte sie mit einem Uchi-Mata und Rebecca Reicherz (JJC Mending) unterlag Hohmann durch einen O-goshi. Spannend wurde es dann im kleinen Finale um Platz drei gegen die Hessin Juliane Benz (SG Egelsbach). Zunächst ging Benz mit einem Waza-Ari in Führung, ehe Hohmann mit O-uchi-gari ausgleichen und durch einen anschließenden Haltegriff den Kampf für sich entscheiden konnte.

Ebenfalls Bronze sicherte sich Ivan Fedorenko, in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U18 (-60kg). Nach einem Freilos in der Hauptrunde musste sich Fedorenko dem späteren Sieger Georgiy Lutz aus Speyer geschlagen geben. Auf dem Weg durch die Trostrunde ließ er sich dann aber die Medaille nicht mehr nehmen und siegte gegen Toni Michel (TV Nieder-Olm) mit Waza-Ari für einen tiefen Seoi-nage und unmittelbar danach einem weiteren Waza-Ari für Ko-uchi-gari. Im kleinen Finale um Platz drei bewies Fedorenko seine Stärke im Bodenkampf und zwang Andrej Müller (JSV Kaiserslautern) mit einer Würgetechnik zur Aufgabe.

Sonntag startete dann Thore Menges (-43kg) in der Altersklasse U15, mit einem Freilos in der Hauptrunde. Seine erste Begegnung gegen Jakob Bäder (TUS Hackenheim) konnte er vorzeitig mit einem Armhebel für sich entscheiden, unterlag im anschließenden Halbfinale aber dem späteren Sieger Girolamo Litta (Samurai Offenbach) durch eine Kontertechnik. Das kleine Finale um Platz drei ließ sich Menges nicht nehmen und erzielte einen taktisch klugen Sieg durch Strafen für seinen Gegner Davor Brandic Espinosa aus Wiesbaden.

Nicht in die Medaillenplatzierungen vorkämpfen aber viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnten Ben Hartmann (7. Platz, -55kg), Maximilian Michel (-66kg) und Lea Rudolphi in der Altersklasse U18.

Der Verein wünscht Ivan Fedorenko (U18), Michelle Müller und Rabea Hohmann (beide U21) viel Erfolg bei den bevorstehenden Deutschen Meisterschaften. Diese werden für die U18 am 28. und 29. Februar in Leipzig und am 07. und 8. März in Potsdam ausgetragen. Die Kämpfe der Deutschen Meisterschaften werden live über den Streaming-Dienst www.sporteurope.tv/djb übertragen. (pm/mmb) +++

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