Mischak: Hier wird in die Zukunft investiert
Unternehmensbesuch bei der STI Group: Mutige Entscheidungen getroffen
Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis
12.02.2026 / LAUTERBACH -
Die Konjunktur in Deutschland schwächelt – nicht aber in Lauterbach, dort schreibt eine alteingesessene Firma gerade Erfolgsgeschichte: die STI Group.
"Es ist beeindruckend, wie sich das Werk in den vergangenen Jahren entwickelt hat, am Standort Lauterbach wurden und werden hohe Millionenbeträge investiert und somit Arbeitsplätze gesichert", betont denn auch Landrat Dr. Jens Mischak nach seinem Besuch beim Verpackungsspezialisten. Besonders lobt er das Engagement der beiden Geschäftsführer Jakob Rinninger und Niklas Herting: "Sie setzen ihren Transformationsauftrag konsequent um, treffen mutige Entscheidungen und beweisen damit: Unternehmertum ist mehr als Maßanzug!", zeichnet der Landrat und Wirtschaftsdezernent ein einprägsames Bild.
Begleitet wird Dr. Mischak an diesem Nachmittag von Andrea Ortstadt, Wirtschaftsförderung des Vogelsbergkreises, von Lauterbachs Erstem Stadtrat Holger Marx sowie von Hannah Eifert und Alisa Wohlfahrt von der Wirtschaftsförderung der Stadt Lauterbach. Sie alle bekommen zunächst einen Überblick über Firmenhistorie und Entwicklung. "Wir sind seit jeher ein Familienunternehmen – mittlerweile in der vierten Generation," erzählt Jakob Rinninger. Dr. Kristina Stabernack hat die Verantwortung für das Unternehmen übernommen, sie war es auch, die ihren Geschäftsführern das Mandat für die zukunftsfähige Aufstellung der Unternehmensgruppe erteilte. Dieser Plan ging auf: "Uns geht es momentan sehr gut", konstatiert Rinninger. "Wir sind in der Unternehmensgruppe im letzten Jahr um 3,5 Prozent gewachsen, darüber sind wir froh, denn vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation können das aktuell nicht viele Unternehmen von sich sagen."
"Unsere Produkte gehen in den Konsum, deshalb sind wir darauf angewiesen, dass die Wirtschaft funktioniert", unterstreicht Niklas Herting und weist darauf hin, dass einige kleine und mittelgroße Verpackungsunternehmen bereits in die Insolvenz gegangen oder ganz vom Markt verschwunden sind und sich Unternehmen zunehmend zusammenschließen. "Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, darauf müssen wir uns einstellen."
Insgesamt, so die beiden Geschäftsführer, steht der Standort Lauterbach "sehr gut da". Und dort wird nun weiter investiert. Erst im vergangenen Jahr ging eine neue Kaschiermaschine in Betrieb. Rund 10 Millionen Euro wurden in Maschine und Halle investiert, "das war die größte Einzelinvestition, die wir in den letzten 20 Jahren gemacht haben", schildert Jakob Rinninger. Und im Moment laufen die Vorarbeiten, um Anfang März eine neue Stanze aufstellen zu können. Kostenpunkt: noch einmal rund 7 Millionen Euro.
"Solche Investitionen machen Mut", kommentiert Landrat Dr. Jens Mischak. "Sie zeigen: Hier wird in die Zukunft investiert, hier wird an die Zukunft geglaubt, hier stellt man sich mutig allen Herausforderungen. Und sie sind ein ganz wichtiges Signal an die Arbeitnehmerschaft – gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten." (mp/pm) +++