Requiem für Dirk Schütrumpf
Fulda ist durch ihn ein Stück reicher geworden
Alle Fotos: Martin Engel
12.02.2026 / FULDA -
Platzhirsch-Chef, Prinz von Foll, Vorstandsmitglied von SG Viktoria Bronnzell und Barockstadt Fulda. Ein Unternehmer mit Weitblick und ein Fuldaer mit Herz, so könnte man Dirk Schütrumpf beschreiben. Am 05. Februar verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit. Zu früh für seine Familie und Freunde, zu früh für sein Unternehmen und zu früh für die Stadt, deren Leben er so intensiv mitgestaltet hat.
Zu früh von uns gegangen
Die Bronnzeller Kirche St. Peter war bis auf den letzten Platz besetzt, viele mussten sich mit einem Stehplatz zufriedengeben. Im Zentrum natürlich die Familie Schütrumpfs mit Ehefrau Donata und den Kindern Lara und Fynn sowie weiteren Verwandten. Viele Kollegen und Mitarbeiter waren da, außerdem Karnevalisten, Fußball-Freunde, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bronnzell, der Fuldaer Lokalpolitik und Bürgergesellschaft. Für sie alle galt, was Stadtpfarrer Stefan Buß, der das Requiem hielt, in seiner Begrüßung sagte: "Wir stehen hier tief erschüttert. Dirk ist nicht mehr unter uns, und wir müssen ihn loslassen." Der Abschied schmerzt
Jeder Abschied tue weh, und lasse Fragen offen: Warum? Warum gerade Du? Warum jetzt?, so der Stadtpfarrer. "Um diese Fragen drehen wir uns, und finden doch keine Antwort darauf. Und doch sei ein Tag des Abschieds immer auch einer des Dankens – ein Tag voll der Dankbarkeit für ein Leben, das reich an Liebe, Einsatz und Menschlichkeit gewesen sei. Dirk Schütrumpf sei ein geselliger Mensch gewesen, der Freundschaften gepflegt habe und sich doch bei allem immer lieber im Hintergrund gehalten habe. "Aber er wusste, wann es zu handeln galt." Er habe sich leidenschaftlich im Fußball engagiert, zunächst bei der SG Viktoria Bronnzell, später bei Barockstadt Fulda. Er schätzte Teamgeist, Gemeinschaft und Miteinander – im Sport genauso wie im Leben. Seine zweite große Leidenschaft sei die Foaset gewesen, natürlich bei den Schimmelreitern des CV Bronnzell, aber eben auch in der FKG, deren Prinz er 2017 wurde.Bei allen Aktivitäten aber, ob beruflich oder als Hobby, sei seine Familie immer sein Mittelpunkt und Rückhalt gewesen. "Diese tiefe und tragende Liebe kann euch niemand nehmen", wandte sich Stefan Buß an die Familienangehörigen. "Die Spuren, die Dirk hinterlassen hat, sind nicht nur solche in euren Herzen, sondern in den Herzen vieler Fuldaer: Was er geschenkt und gegeben hat, das bleibt – Fulda ist durch ihn ein Stück reicher geworden".
Ehrende Ansprachen
Martin Geisendörfer, Martin Böhne und FKG-Präsident Oliver Weißenberger richteten sich am Ende des Requiems mit bewegenden Worten an die Trauergemeinde. Alle drei hoben Dirk Schütrumpfs vielfältiges Engagement, seine Qualitäten als Führungskraft, seine Leidenschaft für den Fußball und die Foaset und seine Großzügigkeit auch als Sponsor hervor.Der rote Faden aller Reden war: "Wir verdanken ihm viel." Weißenberger fand die richtigen Abschiedsworte, als er den Spruch aufgriff, der auf dem Sterbebildchen Schütrumpfs zu lesen ist: "Wenn irgendjemand an Dich denkt, dann wird er ein Lächeln im Gesicht haben." Ein schöneres Kompliment kann man nicht machen! Nach dem Requiem wurde Dirk Schütrumpf unter großer Anteilnahme auf dem Bronnzell Friedhof bestattet.
Fuldische Requiem-Regie
Manchmal, so mag man meinen, hat der Herrgott auch für Totenmessen seinen sehr eigenen Plan. Denn dass Fulda sich am selben Tag von zwei Menschen verabschiedete, die beide so viel für die Stadt geleistet haben und hier bleibende Spuren hinterließen, dabei muss einer dort droben Regie geführt haben.Und deshalb ist es sicher auch kein schnöder Zufall, dass die beiden Totenmessen sogar durch drei Lieder verbunden waren: Den so ungemein tröstlichen Psalm 23, Schuberts wunderbares Sanctus aus seiner Deutschen Messe und das ergreifende "Segne Du Maria". Ein Marienlied übrigens, dass die Gläubigen ins Gotteslob zurück zwingen mussten – es war das meistgewünschte und meistvermisste Lied. Mit der Neuausgabe 2013 wurde dieser Lapsus dann korrigiert. Drei Lieder, die unverbrüchlichen Glauben, tiefes Gefühl und großes Gottvertrauen ausstrahlen. Möge ihr Trost alle erreichen, die heute um einen lieben Menschen getrauert haben! (Jutta Hamberger) +++