Städte handeln gemeinsam

Innenminister Roman Poseck: 100.000 Euro für mehr Sicherheit bei Volksfesten

Gemeinsam für die Sicherheit der Festbesucher: Innenminister Professor Roman Poseck (Mitte) übergab am Montagvormittag einen 100.000 Euro-Bescheid an Bürgermeisterin Anke Hofmann (Bad Hersfeld, Dritte von links) sowie Marcus WEber (Rotenburg an der Fulda), Stefan Knoch (Bebra) und Daniel Iliev (Heringen/Werra, rechts), die Landtagsabgeordnete Tanja Hartdegen und Landrat Torsten Warnecke gratulieren
Fotos: Hans-Hubertus Braune

10.02.2026 / BAD HERSFELD - Das Lullusfest, das Rotenburger Strandfest und die lokalen Weihnachtsmärkte: der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bietet jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen, bei denen sich zahlreiche Besucher tummeln.


Damit für deren Sicherheit gesorgt ist, erhielten vier Städte aus dem Kreis am Montag insgesamt 100.000 Euro vom hessischen Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU).

Initiative "Sicherheit bei Veranstaltungen" macht es möglich

Zur offiziellen Übergabe des Förderungsbescheids, der vom Hessischen Innenministerium stammt, waren neben Poseck auch Vertreter der Städte Bad Hersfeld, Rotenburg, Bebra und Heringen sowie des Landkreises anwesend. Genauer gesagt: die Bürgermeister Anke Hofmann, Marcus Weber, Stefan Knoche und Daniel Iliev sowie Landrat Torsten Warnecke. Gemeinsam hatten sich die Oberhäupter der Städte aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei dem Förderprogramm "Sicherheit bei Veranstaltungen" beworben. Das ist seit dem 1. Mai vergangenen Jahres möglich.

Land Hessen zahlte bislang eine Million Euro aus

"Bislang haben wir 39 Kommunen gefördert, eine Stadt erhält jeweils 25.000 Euro vom Land. Bisher haben wir auf diese Weise eine Million Euro ausgezahlt, und auch für 2026 stehen wieder 1,5 Millionen bereit", erklärte Innenminister Poseck. Das Geld dient vor allem zur Anschaffung von Straßensperren, Überfahrschutz-Systemen und der Nutzung von Sicherheitsausrüstung. "Wir wollen, dass Veranstaltungen landesweit stattfinden und für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen. Wir wollen nicht denen das Feld überlassen, die nur Angst schüren", führte Poseck weiter aus.

Absagen von Veranstaltungen sorgten für neues Konzept

Dass "Sicherheit bei Veranstaltungen" ins Leben gerufen wurde, lag laut des Hessischen Innenministers vor allem daran, dass in der jüngeren Vergangenheit im ganzen Bundesland Großveranstaltungen aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt werden mussten. Zudem habe man seitens des Landes Sicherheitskonzepte in Zusammenarbeit mit Polizei, Sicherheitsdienstleistern und Ehrenamtlichen verbessert.

Anke Hofmann: Lob für interkommunale Zusammenarbeit

Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann lobte im Rahmen der Bescheidübergabe vor allem die reibungslose interkommunale Zusammenarbeit. Alle Bürgermeister haben parteiübergreifend an einem Strang gezogen, um den Bürgern und Besuchern im Landkreis mehr Sicherheit zu bieten. Heringens Bürgermeister Daniel Iliev fügte hinzu: "Es wäre natürlich besser, wenn wir diese Maßnahmen nicht bräuchten. Aber wir als Bürgermeister sind verantwortlich dafür, in Kommunen für Sicherheit zu sorgen."

Stadt Bebra investiert weitere 30.000 Euro

Bebras Stadtoberhaupt Stefan Knoche erwähnte in diesem Zusammenhang, dass seine Kommune weitere 30.000 Euro in die Anschaffung von Straßensperren und Co. investiert: "Wir brauchen einfach noch mehr Material, daher ist das Geld gut investiert. Dadurch können wir unsere Städte so ausstatten, dass alles sicher ist." Auch Rotenburgs Bürgermeister Marcus Weber betonte, dass diese Maßnahmen nötig seien: "Es ist wichtig, dass wir als Bevölkerung uns nicht zurückziehen. Nächstes Jahr feiern wir in Rotenburg 100-jähriges Jubiläum unseres Strandfestes, da ist das Geld eine große Hilfe."

Kommunen helfen sich untereinander aus

Landrat Torsten Warnecke bedankte sich beim Land Hessen und betonte noch einmal die Zusammenarbeit im Landkreis: "Hier wird sich unterstützt und die Feste und Veranstaltungen der verschiedenen Städte kommen sich zum Glück kaum in die Quere. Von daher erhalten wir hier nicht nur 25.000 Euro für jede Stadt, sondern 100.000 Euro für alle. Eine Summe, die gut genutzt wird." Anke Hofmann erwähnte zudem, dass sich die Städte im Landkreis schon in der Vergangenheit mit Material für mehr Sicherheit ausgeholfen hatten. Eine Zusammenarbeit, die in Zukunft weiter ausgebaut wird.

Karneval in Hersfeld-Rotenburg: Spezielles Sicherheitskonzept

Die erste große Herausforderung für Hessens Städte steht dabei bereits in der kommenden Woche an: am 16. Montag feiern viele Kommunen Rosenmontag, mitunter mit großen Festumzügen. Auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS erläuterte Innenminister Poseck, dass speziell für die Karnevalszeit ein landesweites Sicherheitskonzept greift – und somit auch in Hersfeld-Rotenburg und im anliegenden Landkreis Fulda. "Wie schon in der Vergangenheit setzen wir aus das Dreier-Ring-Konzept. Das heißt, die Polizei betrachtet den Veranstaltungsort, die äußere Begrenzung und den umliegenden Innenbereich als einzelne Ringe mit einem zusammenhängenden Sicherheitskonzept", führte er aus.

Bislang keine Hinweise auf Bedrohung an Fasching

Weiterhin sagte Poseck, dass bislang keine konkreten Hinweise auf eine Gefahrenlage bei hessischen Karnevalsveranstaltungen vorliegen. Dennoch werde man landesweit auf ein großes Polizeiaufgebot setzen. "Wir haben in Hessen so viele Polizisten wie nie zuvor, genauer gesagt 16.000. Daher können wir überall Präsenz zeigen, nicht nur in den Großstädten, sondern auch hier im Landkreis." (Kevin Hildebrand) +++

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