Eine Nummer, die Leben rettet
Heute ist der Europäische Tag des Notrufs 112
Archivfotos: O|N
11.02.2026 / REGION -
Am Mittwoch ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Ziel ist dabei, auf die einheitliche Notrufnummer aufmerksam zu machen, die in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union kostenfrei erreichbar ist. "Die 112 ist die wichtigste Telefonnummer für den Schutz von Leben und Gesundheit", sagt Dr. Sven Holland, Dezernatsleiter im Regierungspräsidium Gießen. Der Europäische Tag des Notrufs soll das Bewusstsein dafür stärken, dass die 112 Menschen in ganz Europa verbindet und schnelle Hilfe ermöglicht – unabhängig davon, ob man sich im eigenen Wohnort oder auf Reisen befindet.
"Jeder Anruf über die 112 kann in einer Notsituation entscheidende Minuten sparen", erläutert Dezernatsleiter Holland und ruft dazu auf, sich die Notrufnummer einzuprägen und zu nutzen. Gerade in Ausnahmesituationen ist es wichtig, eine leicht merkbare und verlässliche Notrufnummer zu kennen. Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Einsatzkräfte sind rund um die Uhr erreichbar, um bei Bränden, Unfällen, medizinischen Notfällen oder anderen Gefahrenlagen Hilfe zu leisten.
"Zu den Aufgaben des Regierungspräsidiums Gießen gehört unter anderem die Fachaufsicht über den Brand- und Katastrophenschutz, die Mitwirkung an Alarm- und Einsatzplänen sowie die Vorbereitung auf außergewöhnliche Schadenslagen. Durch regelmäßige Übungen, Fortbildungen und Abstimmungen mit den Einsatzorganisationen trägt die Behörde dazu bei, dass Strukturen und Abläufe im Notfall greifen und Hilfe schnell dort ankommt, wo sie benötigt wird.
Zum Tag des Notrufes am 11.2. gibt das Deutsche Rote Kreuz Tipps zum sicheren Feiern:
- Alkohol bewusst und nicht übermäßig konsumieren
- Regelmäßig Wasser trinken
- Betrunkene Personen niemals allein lassen
- Reaktionsfähigkeit prüfen: ansprechen, leicht an der Schulter rütteln
- Bei Bewusstlosigkeit: sofort 112 wählen, Atmung prüfen, Person in die stabile Seitenlage bringen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überwachen.
Ruhig bleiben - Fragen beantworten
In den Rettungsleitstellen arbeitet professionelles Fachpersonal, das Anrufenden gezielte Fragen stellt und so schnell Hilfe auf den Weg schicken kann. Dabei ist vor allem eines wichtig: ruhig bleiben und die Fragen der Leitstelle konsequent beantworten – auch wenn die Situation emotional belastend ist.Während früher in den Rotkreuzkursen häufig die berühmten W-Fragen als Merkhilfe vermittelt wurden, liegt das Hauptaugenmerk heute darauf, sich von der Leitstelle Schritt für Schritt führen zu lassen und ihre Fragen stoisch, klar und vollständig zu beantworten. Denn die Abfolge ist nicht zufällig: "Zunächst wird der Notfallort geklärt, damit Hilfe sofort auf den Weg geschickt werden kann, anschließend folgen Fragen zum Sachverhalt und zum Zustand der betroffenen Person" sagt Sarah Völker, Referentin für Erste Hilfe vom DRK Hessen.
DRK-Landespräsident Norbert Södler betont: "Unsere Rettungsdienste leisten auch in der Hochphase des Faschings ihren unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit in Hessen. Wer die Notrufnummer 112 kennt und richtig handelt, kann im Ernstfall entscheidend zur Lebensrettung beitragen."
EU-weit gültig
Die Notrufnummer 112 gilt in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten rund um die Uhr und ist für den Anrufenden kostenlos - sowohl von Festnetzanschlüssen als auch von Mobiltelefonen. In Deutschland kann auch dann ein Notruf getätigt werden, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist. In diesem Fall wird der Notruf automatisch über ein fremdes verfügbares Mobilfunknetz abgesetzt.Auch in einigen Ländern außerhalb der EU, z.B. in der Schweiz und in Südafrika, ist ebenfalls die 112 als Notrufnummer erreichbar.
Über 80 DRK-Einsätze pro Stunde in Hessen
Der DRK-Rettungsdienst in Hessen stemmte im Jahr 2024 mehr als 80 Einsätze und Krankentransporte pro Stunde, genauer: mehr als einmal in jeder Minute des Jahres 2024 beförderte das DRK in Hessen eine zu versorgende Person als Notfall im Krankentransport. Bei den 709.133 Einsätzen und Krankentransporten wurden 23.402.926 Kilometer in Hessen zurückgelegt. In Hessen gibt es inklusive der NEF(Notarzteinsatzfahrzeuge)-Standorte insgesamt 217 Rettungswachen. Von dort starten täglich 601 Einsatzfahrzeuge (inkl. Reservefahrzeuge). Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden beträgt 3.918 Personen (In Vollzeitstellen). (ms/pm) +++
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