Demokratie sucht Mitstreiter

Starke Argumente im Marmorsaal: "Jugend debattiert" begeistert im Stadtschloss

Die Sieger des Regionalfinales qualifizieren sich für den Landeswettbewerb.
Fotos: Philipp Gerhard

09.02.2026 / FULDA - Ein demokratisches System kann nur funktionieren, wenn man das Gespräch sucht, Meinungen austauscht und diskutiert. Unter dem zentralen Motto "Demokratie sucht Mitstreiter!" fand dahingehend am Montagvormittag das Regionalfinale des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend debattiert" statt. Hierbei konnten Schüler der Sekundarstufe I und -II ihre argumentativen Fähigkeiten unter Beweis stellen und sprachen beispielsweise über KI in Prüfungssituationen oder verpflichtende Tierkrankenversicherungen.



Im festlichen Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses fiel der Startschuss für das Regionalfinale von "Jugend debattiert". Regionalkoordinator Robert Nickel eröffnete die Veranstaltung mit einer herzlichen Begrüßung der Teilnehmer und Gäste. Es folgte eine kurze Ansprache von Kunsthistoriker und Verleger Michael Imhof, welcher sich maßgeblich in der Vergangenheit dafür eingesetzt hat, dass sich "Jugend debattiert" in Fulda so etablieren konnte. Im Anschluss erläuterte Nickel die Debattenregeln – und kurz darauf ging es ohne Umschweife in die Vorstellungsrunde und schnell in die ersten spannenden Argumentationsrunden.

Aktuelle Themen, starke Positionen

In der Sekundarstufe I stand zunächst die Frage im Raum, ob Haustierhalter zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden sollten. Mit Fakten und fundiertem Wissen führten die Pro- und die Kontraseite eine Debatte auf Augenhöhe. Die zweite Runde beschäftigte sich mit der Nutzung von künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel in schriftlichen Prüfungen, insbesondere in der Oberstufe und damit, inwiefern sich KI im Gegensatz zu anderen bereits etablierten Hilfsmitteln einordnet. Auch hier verdeutlichten die Teilnehmer wieder fachlich und sehr fundiert ihre Standpunkte.

Als Sieger der beiden Runden gingen hierbei Vincent Miller, Nelio Vetter und Clara Schilde hervor. Merle Kökgiran landete auf dem zweiten Platz als Nachrückerin für den Landeswettbewerb.

Auch die Teilnehmer aus der Sekundarstufe II sprachen über gesellschaftlich relevante Themen, wie zum Beispiel darüber, ob Lokalzeitungen staatlich gefördert werden sollten und darüber, ob sogenannte "Jetzt kaufen - später zahlen"-Bezahlmodelle verboten werden sollten. Auch hier zeugten die Wortbeiträge von intensiver Vorbereitung und einem hohen argumentativen Niveau.

Die überzeugendsten Argumente hatten in dieser Altersgruppe Emilia Männich und Klara Wirker und konnten sich somit die ersten beiden Plätze ergattern, während Frieda Bartsch und Kilian Keller den dritten und vierten Platz und somit als Nachrücker die Chance haben, so vielleicht doch noch am Landesausscheid teilzunehmen.

Die Sieger der jeweiligen Altersgruppen können nun bald beim Landeswettbewerb unter Beweis stellen, dass sie zu Hessens besten Debattanten gehören und mit Sicherheit noch viel trainieren und ihr Bestes geben. OSTHESSEN|NEWS wünscht den Teilnehmern viel Erfolg! (pg)+++

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