Who-Is-Who der Rinderzüchter

Hochbetrieb: "Je mehr Vogelsberger in Wiesbaden, umso besser"

Heimspiel mit Champion-Siegerschleife: Rolly vom Betrieb Peter aus Alsfeld-Schwabenrod
Fotos: goa

09.02.2026 / ALSFELD - Jede Menge zufriedene und sogar einige strahlend-glückliche Gesichter gab es wieder bei der traditionellen Veranstaltung "Zukunft Rind" des Verbandes Qnetics Hessen/Thüringen.



Etwa 250 Schautiere der milchbetonten Rassen Deutsche Holsteins und Jersey sowie der Zweinutzungsrasse Deutsches Fleckvieh aus Hessen und Thüringen wurden aufgetrieben und prämiert, außerdem wurde die Rasse Braunvieh als Demonstrationsgruppe gezeigt. Die begehrte Siegerschärpe "Champion der Zweinutzungsrassen" blieb bei einem Alsfelder Zuchtbetrieb.

Michael Ruhl, seit zwei Jahren Staatssekretär im "Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat" stellte der Landesregierung für die Landwirtschaftspolitik ein gutes Zeugnis aus: "Wir haben in dieser Zeit Wert auf Pragmatismus und Austausch mit dem Berufsstand gelegt. Als Landesregierung kämpfen wir für die Tierhaltung und dafür, dass wir den Tierbestand mindestens halten können."

Ruhl zeigte sich erfreut sich über die vielen Züchter, die den Aufwand der Teilnahme auf sich nehmen, um die Leistungsschau zu ermöglichen. Auch Landrat Dr. Jens Mischak war sichtlich gut aufgelegt: "Diese traditionsreiche Veranstaltung passt einfach in unsere Region, wo wir doch im Vogelsbergkreis noch viele Milchviehbetriebe haben. Gerade die vielen Jungzüchter hier machen Mut, dass es diesen Berufsstand auch in Zukunft geben wird – und dafür geben wir als Kreis auch alles!".

Bürgermeister Stephan Paule rief Alsfeld durch die Veranstaltung "Zukunft Rind" einmal mehr zum Mekka der Landwirtschaft sogar über die Landesgrenzen hinaus aus. "Auf dieses Format, die vielen Gäste und teilnehmenden Betriebe kann man wirklich stolz sein!", so das Stadtoberhaupt. "Die Landwirtschaft hat sich unter der neuen Landesregierung von einem ‚notwendigen Übel‘ im damaligen Umweltministerium zu einem Schwerpunkt im neuen Ministerium entwickelt – und das merkt man! Und dass wir in den Vogelsberg-nahen Themen wie Agrar, Jagd und Forsten auch noch mit dem Herbsteiner Michael Ruhl einen Vogelsberger als Staatssekretär haben, kann ja auch nur gut sein!" Grundsätzlich rief Paule im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS die Parole aus: "Je mehr Vogelsberger in Wiesbaden, umso besser wird die Politik!".

Die seit Sommer 2025 amtierende hessische Milchkönigin Hanna Theis aus Speckswinkel genoss ihren ersten majestätischen Auftritt bei Zukunft Rind, wobei sie das Infield der Hessenhalle in einer Doppelrolle aufsuchte – sie arbeitet bei einem Kirtorf-Heimertshäuser Milchviehbetrieb und stand zehn Minuten vor dem Gespräch noch bei den Tieren. Nach der Verlosung des Kälbchens war die Königin von ihrem eigenhändig gezogenen Los begeistert: mit Simone Schmutzler, der Qnetics-Jungzüchterbeauftragten, gewann laut Theis genau die Richtige. "Man kann sie immer anrufen, sie hat stets ein offenes Ohr, und die Familie hat auch ein großes Züchterherz!"

In den Reigen zufriedener Stimmen passte auch Qnetics-Geschäftsführer Ronald Bialek uneingeschränkt: "Seit mehr als 30 Jahren sind wir gerne hier in der Hessenhalle. Mit der Zuschauer-, Aussteller- und Züchterbeteiligung können wir wieder absolut zufrieden sein. Die hier anwesenden Milchproduzenten, die ihre Kühe noch melken, sind hochmotiviert, denn sie haben Spaß an der Zucht und der Ausstellung – das ist ihr Motiv, immer wieder gerne hierherzukommen und sich dem Wettbewerb bei einem hohen Wohlfühlfaktor hier in der Hessenhalle zu stellen."

Hochdekoriert mit einer der begehrten Champion-Schärpen konnte der Zuchtbetrieb von Erich und Andre Peter aus Alsfeld-Schwabenrod den Führring verlassen: ihre 12jährige Fleckviehkuh ‚Rolly‘ wurde Champion der Zweinutzungsrassen. Siegerin der Milchrassen wurde die Big Time Holstein ‚Pinacolada" aus dem Betrieb Hauck in Gemünden-Schiffelbach.

Die Siegerlisten sind auf der Qnetics-Homepage abrufbar: Siegerlisten. (goa) +++

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