O|N auf dem Kreuzberg
Vom Praktikanten zum Pistenprofi: Wie schwierig ist Skifahren wirklich?
Fotos: Carina Jirsch
06.02.2026 / BISCHOFSHEIM -
Das Skigebiet Kreuzberg liegt auf der Nordseite des 928 Meter hohen Kreuzbergs bei Bischofsheim und gilt als größtes und zugleich anspruchsvollstes Skigebiet der gesamten Rhön. Die Pisten reichen vom Gipfelbereich bis auf rund 600 Meter Höhe und bieten mit insgesamt vier Skiliften und elf Abfahrten ideale Bedingungen für Anfänger, Familien und erfahrene Wintersportler. Besonders schneesicher sind durch ihre Höhen- und Nordlage der Blicklift und der Rothanglift. Mit einer Länge von über 1400 Metern ist der Dreitannenlift nicht nur der längste Skilift der Rhön, sondern auch einer der längsten Schlepplifte Deutschlands außerhalb der Alpen.
"Mir geht das Herz auf"
Der Schnee ist zurück - und mit ihm die Freude aller Wintersportler. Für Betriebsleiter Justin Fuß ist das keine Selbstverständlichkeit. Im vergangenen Winter musste der Skibetrieb komplett ausfallen, nun aber laufen die Lifte wieder. "Wir freuen uns riesig, dass wieder Schnee da ist. Mir geht hier einfach das Herz auf", sagt Fuß sichtlich bewegt. Auch der lange Lift ist wieder in Betrieb, die Resonanz sei sehr gut, die Besucher zufrieden. Genau dieses Gefühl war auf der Piste deutlich zu spüren: entspannte Stimmung, viel Platz und ehrliche Begeisterung. O|N schnallt die Skier an
Mitten drin: das Team von OSTHESSEN|NEWS. Praktikant Nicolas Kraus stand an diesem Tag zum allerersten Mal auf Skiern. Die Nervosität wich schnell dem Spaß - auch dank tatkräftiger Unterstützung. Journalistisch begleitet wurde der Ausflug von Constantin von Butler, der nach fünf Jahren Pause selbst wieder die Skier anschnallte. Ein bisschen wackelig am Anfang, aber mit jeder Abfahrt sicherer. Der Kreuzberg verzeiht Fehler, gibt Raum zum Lernen - genau das macht ihn so besonders. Zwischen Urgestein und Nachwuchs
Ein echtes Kreuzberg-Urgestein ist Hilmar Richter, der seit Jahrzehnten mit dem Skigebiet verbunden ist und zur Familie von Justin Fuß gehört. "Er ist schon so etwas wie mein Stiefvater", schmunzelt Fuß. Für Richter steht vor allem der Nachwuchs im Mittelpunkt. "Für Kinder ist es hier einfach hervorragend. Ich stand selbst mit fünf Jahren zum ersten Mal auf Skiern", erinnert er sich. Wintersaisons wie 1969/70, in denen er monatelang täglich gefahren ist, sind ihm bis heute präsent. Umso mehr bedauert er, dass immer weniger Kinder Skifahren lernen. "Früher war das selbstverständlich - heute leider nicht mehr."