Über 100 Kräfte im Einsatz
Schneetief "Leonie" fordert Großeinsatz von Feuerwehr und DRK
Fotos: privat
30.01.2026 / REGION -
Das Schneetief "Leonie" hat am gestrigen Tag den Vogelsbergkreis vor große Herausforderungen gestellt. Schnee, Eisglätte und blockierte Verkehrswege führten zu zahlreichen Einsätzen für Rettungsdienst und Feuerwehr und Hilfsorganisationen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war an mehreren Stellen im Kreisgebiet im Einsatz.
Um den Regelrettungsdienst zu entlasten, wurden zusätzliche Rettungswagen durch die ehrenamtlichen Rettungsdienstverstärkungen Alsfeld, Lauterbach und Schotten eingesetzt. Insgesamt konnten fünf Rettungswagen durch die DRK-Ortsvereine Alsfeld, Lauterbach, Grebenhain und die Bergwacht Schotten nachbesetzt werden. Rund 20 Einsätze wurden durch diese zusätzlichen Kräfte abgearbeitet.
Versorgung von Menschen in stundenlangen Staus
Parallel dazu kam es auf den Autobahnen A5, A49 sowie der Bundesstraße B49 zu massiven Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche LKWs blieben stecken oder blockierten Fahrspuren, wodurch sich mehrere Stauschwerpunkte bildeten. Teilweise standen Autofahrerinnen und Autofahrer stundenlang im Stau – bei winterlichen Temperaturen und schwierigen Bedingungen.In den Abendstunden wurden daher in Abstimmung mit dem Vogelsbergkreis mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet: Homberg (Ohm) - Mücke und Alsfeld. Von dort aus organisierten Feuerwehr und DRK gemeinsam die Versorgung der Betroffenen auf den Autobahnen A5 und A49 sowie der Bundesstraße B49. Über verschiedene Zubringer und Behelfsauffahrten wurden Einsatzkräfte auf die betroffenen Strecken geschickt, um die Menschen mit warmen Getränken wie Tee und Kaffee, Kaltgetränken, Snacks sowie Decken zu versorgen.
Großeinsatz mit über 100 Kräften
Insgesamt waren mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK sowie Mitarbeitende der Leitstelle und des Einsatzstabs des Vogelsbergkreises im Einsatz. Eine besondere Herausforderung stellte die Situation auf den Autobahnen dar: Viele Lkw-Fahrer warteten in ihren Führerhäusern, teilweise schliefen sie dort, während die Fahrbahnen durch querstehende Fahrzeuge und blockierte Standstreifen vollständig versperrt waren.Der Einsatz verdeutlichte erneut, wie wichtig das Zusammenspiel von Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Behörden in Extremsituationen ist. Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten konnten zahlreiche Menschen versorgt und der Rettungsdienst im Vogelsbergkreis aufrechterhalten werden. (mp/pm) +++