Diözesan-Caritasdirektor

Vorsitzwechsel in der Liga Hessen: Dr. Markus Juch folgt auf Michael Schmidt

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch übernimmt turnusgemäß den Vorsitz in der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V.
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

30.01.2026 / FULDA/WIESBADEN - Der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch übernimmt den Vorsitz der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. und setzt einen klaren Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur in Partnerschaft mit Landes- und Kommunalpolitik. Dr. Juch übernimmt den Vorsitz im Gesamtvorstand der Liga Hessen von Michael Schmidt (AWO Nordhessen). Tim Helfert (Geschäftsführer AWO Nordhessen) und Dr. Yasmin Alinaghi (Landesgeschäftsführerin Der Paritätische Hessen) bilden zusammen mit Dr. Juch den neuen Liga-Kernvorstand.



Dr. Markus Juch bringt in seine neue Aufgabe langjährige Leitungserfahrung in der verbandlichen Caritasarbeit und im Liga-Vorstand sowie eine starke Vernetzung in Kirche, Politik und Gesundheitswesen ein. Als Diözesan-Caritasdirektor im Bistum Fulda verantwortet er die strategische Ausrichtung des Diözesan-Caritasverbandes, ist in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser in Hessen engagiert und übernahm im Bistum Fulda zusätzlich die Leitung des Fachbereichs "Caritas" im Generalvikariat.

"Die Liga Hessen bündelt die Expertise von rund 7.300 Diensten und Einrichtungen mit über 113.000 Beschäftigten und 160.000 Ehrenamtlichen – diese Kraft nutzen wir, um sozialpolitische Weichen in Hessen aktiv mitzugestalten", betont Dr. Juch. "Wir wollen uns noch stärker als Partner einer modernen Sozialpolitik positionieren: mit konkreten Vorschlägen zu Bürokratieabbau, praxistauglicher Digitalisierung und Klimaschutz in der sozialen Arbeit."

"Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen ist eine verlässliche, gut finanzierte soziale Infrastruktur unverzichtbar – in Stadt und Land. Dafür wollen wir gemeinsam mit der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden Verantwortung übernehmen."

Einen ersten Aufschlag für diese Modernisierungsagenda setzt die Liga beim Politischen Abend am 3. März 2026 in Wiesbaden mit dem Titel "digital – bürgernah – gemeinsam. Weniger Bürokratie mehr Wirkung!". Unter seinem Vorsitz werde die Liga die Umsetzung der Vorhaben der Landesregierung konstruktiv begleiten und zugleich kritisch-konstruktiv auf eine ausreichende Finanzierung der sozialen Infrastruktur hinwirken, so Dr. Juch abschließend.

Vorgänger Michael Schmidt (AWO Nordhessen) hatte den Liga-Vorsitz seit Januar 2024 inne und prägte in dieser Zeit maßgeblich die strategische Ausrichtung der Liga unter dem Claim ZusammenHessenstärken für ein solidarisches Miteinander gegen Hass, Ausgrenzung und Armut. Unter seiner Vorsitzführung hat die Liga in vielen Gesprächen und Veröffentlichungen immer wieder deutlich gemacht, dass die soziale Infrastruktur – mit ihren Einrichtungen, Diensten und Angeboten – ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge in Hessen ist und entsprechend bei Investitions- und Infrastrukturentscheidungen des Bundes und des Landes berücksichtigt werden muss.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. ist der Zusammenschluss der sechs hessischen Wohlfahrtsverbände. Sie vertritt die Interessen der hilfebedürftigen und benachteiligten Menschen gegenüber der Politik ebenso, wie die Interessen ihrer Mitgliedsverbände. Mit ca. 7.300 Einrichtungen und Diensten sind die Mitgliedsverbände ein bedeutender Faktor für die Menschen, für eine soziale Infrastruktur und für die Wirtschaft in Hessen. Nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen wissen die rund 113.000 beruflich Beschäftigten und rund 160.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Pflegeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Werkstätten, Tagesstätten, Bildungsstätten, Beratungsstellen, in den Frühförderstellen, ambulanten Diensten und anderen Einrichtungen um die sozialen Belange und die realen Rahmenbedingungen in Hessen. Diese Kenntnisse bringt die Liga in die politischen Gespräche auf Landesebene und mit Verhandlungspartnern und Kostenträgern ein. (pm/ems) +++


Foto: Stefan Wildhirt

X