Pläne für Wachen-Neubau vorgestellt

DRK-Rettungswache im Königreich schon jetzt mit "hohem Einsatzaufkommen"

Große Freude über den neuen Rettungwachen-Standort im Königreich Flieden: Christoph Schwab (Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Fulda), Frank Reith (Fachdienstleiter Gefahrenabwehr beim Landkreis Fulda), Heinz Peter Salentin (Leiter Geschäftsbereich Rettungsdienst beim DRK Fulda), Marc Tauer (Leiter der DRK-Rettungswache Flieden), Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt und Bürgermeister Christopher Gärtner.
Fotos: Carina Jirsch

29.01.2026 / FLIEDEN - Der Notruf 112 ist rund um die Uhr erreichbar - und schickt im Notfall die Retter! Mit der offiziellen Eröffnung der Übergangswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am 1. Januar 2026 in Flieden ist ein wichtiger Schritt für die notfallmedizinische Versorgung im südlichen Landkreis Fulda getan. Erstmals ist dauerhaft ein Rettungswagen direkt in der Königreich-Gemeinde stationiert - ein echter Gewinn für die Sicherheit der Bürger. Perspektivisch soll im Sommer 2027 die neue, endgültige Rettungswache im Königreich Flieden eröffnet werden, so die Planungen vom Betreiber DRK Fulda. Und schon jetzt zeigt sich: Der Bedarf ist da, die Strukturen greifen.



Bereits zum Jahresbeginn hat der Landkreis Fulda die Rettungswachen-Struktur im Westen und Süden neu geordnet. Neben Flieden wurden auch in Großenlüder und Hosenfeld neue Standorte eröffnet. Dort sind die Einsatzkräfte seitdem schneller bei den Menschen und halten die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen besser ein. Gemeinsam sorgen die Standorte dafür, dass der Bereich von Bad Salzschlirf bis nach Flieden deutlich schneller versorgt wird. Flieden bildet dabei zusammen mit dem bestehenden Standort Neuhof einen wichtigen Knotenpunkt mit künftig zwei Rettungswagen im 24/7-Betrieb.

Alltag bestätigt Entscheidung: Neue Wache sofort gefordert

Dass die Entscheidung richtig war, zeigt der Blick in den Alltag der neuen Wache. "Inzwischen läuft alles sehr gut", erklärt Marc Tauer, Leiter der DRK-Rettungswache Flieden, im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Schon kurz nach dem Start habe sich gezeigt, wie wichtig der Standort ist. "Das Einsatzaufkommen hat sich in den letzten Tagen deutlich erhöht", betont Tauer und macht damit klar: Die Präsenz vor Ort wird gebraucht. Ziel sei es nun, dauerhaft schnell helfen zu können. "Wir können jetzt die 10 Minuten-Hilfsfrist halten und sind für die Sicherheit der Bürger in Flieden jederzeit bereit."

Klares Signal aus dem Landkreis

Auch auf Kreisebene wird die neue Wache als starkes Signal gewertet. Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU) betont die Bedeutung der Übergangslösung: "Das ist ein wichtiger Schritt für Flieden, die Region und den gesamten Landkreis." Entscheidend sei vor allem, dass nun ein Fahrzeug direkt vor Ort stationiert ist. "Das ist die Ergänzung, die wir brauchen. Wir sind jetzt im Südkreis besonders gut versorgt", so Gesundheitsdezernent Schmitt. Der Landkreis plane langfristig und rechne allein in Flieden mit "mindestens 400 Einsätzen pro Jahr - Tendenz steigend". Für ihn sei die Eröffnung deshalb "ein guter Tag für die Menschen in der Region."

Zwischenschritt mit Wirkung: DRK blickt bereits nach vorn - neue Wache kommt

Für das Rote Kreuz ist die Wache in Flieden ein bewusst gewählter Zwischenschritt. "Es ist nicht die endgültige Wache, aber hier ist die erste Stufe gezündet", sagt Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbands Fulda. Schon jetzt zeige sich deutlich: "Hier sind viele Einsätze - wir sind hier genau richtig."

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand immer wieder das Thema Personal. "Personal ist Dreh- und Angelpunkt, das ist der entscheidendste Faktor", betont Schwab. Das DRK Fulda setze deshalb konsequent auf die Ausbildung im eigenen Haus. "Seit drei Jahren haben wir die eigene Rettungsdienstschule in Fulda - und das macht sich bezahlbar", so der DRK-Chef. Die Verlässlichkeit der Strukturen sei dabei ein großes Pfund. "Hier in unserem Landkreis ist in den letzten Jahren keine Schicht ausgefallen - das ist eine ganz große Leistung." Parallel laufen die Planungen für den Neubau weiter. "Wir sind in guten Gesprächen mit der Gemeinde - wir bauen keine Luftschlösser, sondern zeit- und anforderungsgerecht", sagt Schwab mit Blick auf die nächsten Schritte.

Jede Minute zählt - neue Wache im Ortskern geplant

Die Gemeinde Flieden treibt die Planungen für den Neubau aktiv voran. Bürgermeister Christopher Gärtner (CDU) spricht von "sehr positiven Gesprächen" und bestätigt: "Wir haben ein Grundstück ins Auge gefasst." Der neue Standort der Rettungswache soll zentral in der Ortsmitte entstehen und über eine sehr gute Verkehrsanbindung verfügen, um schnelle Ausrückzeiten in alle Richtungen zu ermöglichen. Zwar könne der genaue Ort noch nicht genannt werden, doch "ein Bauantrag wurde bereits eingereicht".

Für Gärtner ist klar: "Der Fakt, dass ein zusätzliches Fahrzeug nach Flieden gekommen ist, ist entscheidend. Im Notfall zählt jede Minute."
Wie notwendig die Wache ist, zeigte sich auch am Donnerstag: Der Rettungswagen war während der Eröffnung im Einsatz. Ein Sinnbild dafür, dass es in Flieden nun mit dem Rettungsdienst "mit Volldampf losgeht". Auf den Notruf 112 ist eben immer Verlass - auch im Königreich. (Constantin von Butler) +++

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