Dialog der Akteure
Waldforum: Austausch über die Zukunft des Staatswaldes
Über die Zukunft des Waldes haben die Vertreter verschiedener Behörden, Organisationen und Anrainer am Mittwochabend im Schloss Neuenstein diskutiert
Archivbilder (3): O|N/Hans-Hubertus Braune
29.01.2026 / NEUENSTEIN -
Bäume werden gezählt und vermessen – Experten prüfen die Nachhaltigkeit und planen für die Zukunft: Auf 15.578 Hektar Staatswald im Forstamt Bad Hersfeld erfolgt aktuell die mittelfristige Forstbetriebsplanung. Sie stellt die Weichen für die Entwicklung des Waldes innerhalb der nächsten zehn Jahre.
Zum Auftakt der mittelfristigen Forstbetriebsplanung informierte HessenForst am 28. Januar alle an der Waldwirtschaft interessierten Gruppen über das Verfahren. Zur Veranstaltung im Schloss Neuenstein waren örtliche Vertreter insbesondere aus den Bereichen Naturschutz, Sport, Holzverwendung, Tourismus und Jagd eingeladen. Ihnen wurde erläutert, was die neue Forstbetriebsplanung für den Staatswald vor ihrer Haustür bedeutet.
Gleichzeitig hatten die eingeladenen Gäste die Möglichkeit, ihre Anliegen an die Staatswaldbewirtschaftung vorzutragen und die Einstellungen anderer Interessengruppen kennenzulernen. Der Dialog zwischen den einzelnen Akteuren sowie mit dem Forstamt Bad Hersfeld war ein Ziel der Veranstaltung.
Die Hinweise der an der Waldbewirtschaftung interessierten Gruppen sind für das Forstamt Bad Hersfeld von besonderer Bedeutung, denn HessenForst berücksichtigt bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes mehrere Ziele: Holznutzung, Naturschutz, Waldpflege, Erholung und weitere Funktionen sind in Einklang zu bringen.
Über die weiteren Schritte der Forstbetriebsplanung wird das Forstamt auf seiner Homepage www.hessen-forst.de informieren.
Durchführung der mittelfristigen Betriebsplanung
Die mittelfristige Forstbetriebsplanung wird in allen hessischen Wäldern im Turnus von 10 Jahren durchgeführt. Sie ist im hessischen Waldgesetz und in verschiedenen Verordnungen und Geschäftsanweisungen geregelt. Grundlage des Verfahrens ist die Inventur im Wald: Wichtige Informationen werden erfasst und ausgewertet, um als Grundlage für die anschließende Planung zu dienen.
Die Spezialisten der Forsteinrichtung in Gießen sind für die Organisation und Koordination aller mittelfristigen Forstbetriebsplanungen im hessischen Staatswald und für den überwiegenden Teil des Kommunalwalds verantwortlich.
Besonderheiten des Staatswaldes im Forstamt Bad Hersfeld
Das Forstamt Bad Hersfeld befindet sich in Osthessen und ist verantwortlich für ca. 18.000 Hektar Staatswald und betreuten Kommunal- sowie Privatwald. Dieser wird von insgesamt 9 Revierförstereien und ca. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Prägende Baumarten in den Wäldern sind die Buche, die Kiefer, die Fichte, die Eiche, die Lärche und die Douglasie. Neben der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes spielt der Naturschutz eine große Rolle. Das Forstamt hat zum Beispiel für den Schwarzstorch und die Wildkatze die Artenpatenschaft übernommen und fördert diese mit gezielten Maßnahmen. (pm/ci)+++