Kapitalmarktausblick der Wirtschaftsjunioren
"Weltwirtschaft - die Karten werden neu gemischt"
Alle Fotos: Martin Engel
29.01.2026 / FULDA -
"Weltwirtschaft - die Karten werden neu gemischt" - so hatten die Wirtschaftsjunioren Fulda ihren Vortrag in der Aula der Sparkasse Fulda überschrieben. Sie zeigten auf, dass Deutschland bei dem Spiel "kein schlechtes Blatt hat”.
EU und Donald Trump - "Stagnation ist kein Wachstum”
Ein Name fiel beim Kapitalmarktausblick der Wirtschaftsjunioren besonders häufig: Donald Trump. Dessen Politik machen die jungen Unternehmer verantwortlich für die wirtschaftliche Verunsicherung im vergangenen Jahr. Die Exporte in die USA seien aufgrund der Zollpolitik um 18 Prozent gesunken. Dies sei zwar durch gestiegene Exporte in die EU-Länder aufgefangen worden, aber, so gaben die Wirtschaftsjunioren zu bedenken, "Stagnation ist kein Wachstum". Deutschland ist nicht ausreichend wettbewerbsfähig
Kritisch bewerteten die Unternehmer die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Bei der Besteuerung des Gewinns von Kapitalgesellschaften liege Deutschland in Europa an der Spitze. Auch die Lohnstückkosten seien immer noch höher als in den meisten anderen Ländern. Als Gegenmittel empfahlen sie eine Steigerung der Produktivität, Bürokratieabbau und Augenmaß bei den Lohnkosten. Bausektor könnte wieder wachsen – auch Rendite bei Bundesanleihen steigen wohl
Auch die Zahl der Baugenehmigungen habe zuletzt zugenommen, der Bausektor könne 2026 zum ersten Mal seit Jahren wieder zum Wachstum beitragen. Dieses sahen die Wirtschaftsjunioren optimistischer als andere Experten - nämlich bei 1,5 Prozent. Die Inflation sei aus ihrer Sicht derzeit kein Thema.