Bescheid von Minister Mansoori

Kulturelles Erbe erhalten: Stadt erhält drei Mio. Euro für den Städtebau

Berlin, Bad Arolsen, Bebra und dann Alsfeld – Minister Kawed Mansoori ist an diesem Mittwoch viel unterwegs
Fotos: Hans-Hubertus Braune

29.01.2026 / ALSFELD - Hessens Bauminister Kawed Mansoori (SPD) war an diesem Mittwoch mit einem großen Geldkoffer unterwegs. Natürlich nur symbolisch, und doch bedeuten die Förderbescheide im Gesamtwert von knapp zehn Millionen Euro viel für die drei Kleinstädte Alsfeld, Bebra und Bad Arolsen.



Mit den Finanzmitteln aus Wiesbaden sollen verschiedene Projekte im jeweiligen Städtebau realisiert werden.

Die Stadt Alsfeld wird seit 2016 im Förderprogramm "Lebendige Zentren" unterstützt. In dieser Zeit konnten viele wichtige öffentliche und private Maßnahmen bereits unterstützt werden. Die Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro sollen Investitionen in die Sanierung und den Anbau des Minnigerodehauses, des Hochzeithauses sowie des historischen Rathauses ermöglichen.

"Dieses Erbe prägt das Lebensgefühl"

Bei der Übergabe der Fördermittel betonte Minister Mansoori: "Alsfeld steht in besonderer Weise für das, was unsere historischen Städte und Ortskerne in Hessen ausmacht: ein reiches baukulturelles Erbe, gewachsene Strukturen und eine starke Identität. Dieses Erbe ist weit mehr als Kulisse – es prägt das Lebensgefühl, schafft Heimat und verbindet Generationen."

Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule nutzte die Gelegenheit, um dem stellvertretenden Ministerpräsidenten wie Landrat Dr. Jens Mischak und der Landtagsabgeordneten Jennifer Gießler (beide CDU) einige Projekte in der historischen und wunderschönen Altstadt zu zeigen.

Stärkung der regionalen Wirtschaft

"Die Stärkung unserer Innenstädte ist gleichzeitig eine Stärkung unserer regionalen Wirtschaft und unseres sozialen Miteinanders. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit unterschiedlichen Förderprogrammen dazu beitragen können unsere Ortszentren lebendig zu halten", sagte Mansoori, Minister für Städtebau und Stadtentwicklung. Die Bandbreite der inhaltlichen Schwerpunkte in den Kommunen ist groß. In Alsfeld sei der Erhalt der historischen Innenstadt und die Stärkung als lebendiger Ort des Wohnens, Arbeitens und Miteinanders von zentraler Bedeutung.

Dies untermauerte der Bürgermeister bei einer Kaffeerunde am Nachmittag im Besprechungszimmer des Alsfelder Rathauses. Das weltberühmte Gebäude selbst muss nach Untersuchungen im vergangenen Jahr saniert werden und wurde ins Förderprogramm aufgenommen. "Fördermittel sind nicht nur willkommen, sondern auch dringend notwendig und daher ist die Dankbarkeit besonders groß", sagte der Rathauschef.

Ein integriertes Fördergebietsmanagement und eine Netzwerkagentur koordinieren die Projekte. Sie sind laut Paule "das Schmiermittel" für die Umsetzung der baulichen Vorhaben. Auch Landrat Dr. Jens Mischak freute sich über die Förderzusage aus der Landeshauptstadt, da auch das heimische Handwerk und die regionale Wirtschaft davon profitieren könne. "Die Stärkung unserer Innenstädte ist gleichzeitig eine Stärkung unserer regionalen Wirtschaft und unseres sozialen Miteinanders", untermauerte der Minister bei seinem Besuch in Alsfeld. (hhb) +++

X