Programm für 2026
Neue Bauprojekte in diesem Jahr - Was plant Hessen Mobil?
Fotos: Rene Kunze
29.01.2026 / REGION FD -
Straßenerneuerungen sind wichtig und unerlässlich für die Erhaltung des Verkehrsnetzes, auch wenn einige sie als lästig empfinden mögen. Aber auch in diesem Jahr stehen wieder einige Baumaßnahmen an den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis Fulda an.
Markus Wagner, Fachdezernent Bau Osthessen von Hessen Mobil, stellte in einer Pressekonferenz am Mittwoch das Bauprogramm für 2026 vor. Insgesamt sind 24 Bauprojekte im Kreis Fulda für dieses Jahr vorgesehen, davon 14 Maßnahmen an der Landesstraße und zehn an den Bundesstraßen. OSTHESSEN|NEWS hat für Sie die spannendsten Vorhaben zusammengefasst.
Baumaßnahmen an Bundesstraßen
Mit einer Länge von etwa 3,5 Kilometern zählt die Fahrbahnerneuerung der B 278 zwischen Lahrbach und dem Abzweig der L 3176 kurz vor Hilders zu einer der diesjährig längsten Vorhaben an Bundesstraßen. Im selben Zuge wird dabei auch eine bestehende Stützwand bei Hilders abgebrochen. Die Bauarbeiten werden für beide Maßnahmen im Frühjahr aufgenommen und resultieren in einer abschnittsweisen Vollsperrung bis zum Herbst desselben Jahres. Auch in Richtung der thüringischen Grenze gibt es ein Bauvorhaben an der B 84 zwischen Rasdorf und Grüsselbach. Die Fahrbahn wird dort voraussichtlich von Herbst bis in den Winter erneuert und stellt wahrscheinlich für viele, die die Grenze regelmäßig passieren, eine große Umstellung für diese Zeit.
Baumaßnahmen an Landesstraßen
Besonders spannend ist bei den Landesstraßen eine Baumaßnahme im Bereich der Wasserkuppe. Die Fahrbahn der L 3068 zwischen Abtsroda und dem Abzweig der B 284 wird in zwei Bauabschnitten erneuert, sodass die Wasserkuppe zu jeder Zeit angefahren werden kann und nicht durch die Bauvorhaben abgeschottet wird. Auch auf der L 3143 zwischen Kämmerzell und Hemmen wird die Fahrbahn erneuert. In den Sommerferien soll dahingehend zunächst die Strecke von Kämmerzell bis Lüdermünd gebaut werden und anschließend der verbleibende Abschnitt Richtung Hemmen. Die Maßnahme hat eine Gesamtlänge von 3,8 Kilometern und wird abschnittsweise unter Vollsperrung bis in den Herbst saniert.
Im Frühjahr werden auch die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Eiterfeld (L 3170) weitergehen. Nach dem Abschluss der Arbeiten in der Bahnhofstraße wird ab diesem Jahr gemeinschaftlich mit der Marktgemeinde Eiterfeld die Marktstraße erneuert. Diese wird bis zum Bauende, voraussichtlich Ende 2026, abschnittsweise voll gesperrt sein.
Zur Verbesserung des Landesstraßennetzes im Landkreis Fulda werden auch in diesem Jahr mehrere Maßnahmen an Landesstraßen begonnen und bestehende fortgeführt, so wie die Verlegung der L 3207 in Uttrichshausen.
Baumaßnahmen an Kreisstraßen
Unter anderem wird im Petersberger Ortsteil Steinau die Kreisstraße 1 im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde ausgebaut. Vorgesehen ist der Ausbau der Straße einschließlich des Rad- und Gehwegs auf einer Länge von rund 700 Metern. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Sommer 2026 und werden voraussichtlich bis Sommer 2027 andauern. Während der Bauzeit ist eine Vollsperrung erforderlich. Ebenfalls ab Sommer ist der Ausbau der K 72 zwischen Neuhof und dem Ortsteil Hattenhof inklusive Anlage einer Amphibienschutzanlage geplant. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von etwa 3,5 Kilometern und erfordert bis zum voraussichtlichen Bauende im Herbst 2027 eine Vollsperrung der Strecke.
Bereits im vergangenen Jahr wurden die Bauarbeiten an der K 143 zwischen Langenschwarz und der Kreisgrenze zum Vogelsbergkreis aufgenommen, die in diesem Frühjahr abgeschlossen werden sollen. Hier wird die Fahrbahn erneuert und eine Amphibienschutzanlage angelegt. Anschließend wird voraussichtlich ab Sommer bis Herbst die Fahrbahn der K 142 zwischen Langenschwarz und der Grenze zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg saniert.
Bedenken wegen Vollsperrungen und Umleitungen
Viele Bürger haben Bedenken bezüglich der geplanten Vollsperrungen, obwohl sie in großen Teilen notwendig sind. Insbesondere, weil viele Landstraßen keine halbseitige Sperrung zulassen, die die Sicherheit der Bauarbeiter noch gewährleisten könnte, müsse voll gesperrt werden, so Natalie Reinz vom Regionalbüro Osthessen. Auch längere Umleitungen seien nötig, um insbesondere bei Sperrungen von Hauptverkehrsstraßen das Volumen eben dieser aufrechterhalten zu können. Viele Landstraßen hätten dafür nämlich nicht die Kapazität.Dem Landkreis Fulda steht in diesem Jahr also einiges bevor, auch wenn gigantische Bau- und Sanierungsprojekte zunächst nicht geplant sind. Es empfiehlt sich aber trotzdem immer, sich über aktuelle Sperrungen zu informieren, insbesondere, wenn sie den eigenen Alltag betreffen. (pg/pm)+++