MIT-Gipfeltreffen am Rhein

Absage an links-grün: Boris Rhein gibt Gordon Schnieder Rückendeckung

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein gibt Gordon Schnieder Rückendeckung für die anstehende Wahl in RLP.
Fotos: Hendrik Urbin

28.01.2026 / GEISENHEIM - Hochgesang auf die Leistungsträger, Absage an links-grüne Politik und Anstoß für Reformen! Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) war am Dienstagabend beim Neujahrsempfang des Mittelstands - "ein grenzüberschreitender Schulterschluss". Er sprach vor über 450 Gästen im Fürst-von-Metternich-Saal von Schloss Johannisberg in Geisenheim (Rheingau-Taunus-Kreis), um seinen Nachbar-Landeschef von der CDU zu unterstützen. Gordon Schnieder geht bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März als Spitzenkandidat ins Rennen - und er will Regierungschef werden, die "Rote Politik" im Land ablösen. Und Rhein gab dem 50-Jährigen Rückendeckung: "Gordon Schnieder ist der richtige Mann zur richtigen Zeit: nach 35 Jahren ist es notwendig, ein neues Kapitel aufzuschlagen." Rheinland-Pfalz sei einst ein bürgerlich tief konservatives Land gewesen. "Es steht viel auf dem Spiel und links-grün muss verhindert werden."



Veranstalter des hochkarätigen Abends waren die Landesverbände von Hessen und Rheinland-Pfalz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. "Eine Premiere, ein Familientreffen mit vielen Leistungsträgern", meinte MIT-Hessen-Chef Marco Reuter und lobte vor allem die Unternehmer und Wirtschaftsvertreter. "Sie sind das Rückgrat unseres Wohlstandes. Sie machen morgens in den Firmen das Licht an und gehen abends mit der Verantwortung für ihre Mitarbeiter und ihr Unternehmen ins Bett. Und sie verdienen unsere Rückendeckung." Bei diesem Neujahrstreffen ging es aber nicht nur um die Wirtschaft, sondern um Rheinland-Pfalz: "Jahrzehnte herrschte bei unseren Nachbarn Stillstand. Jetzt braucht es in der Staatskanzlei in Mainz wieder eine Spur der Vernunft."

Und es gab keinen besseren, als Hessen-Klartext-Regent Rhein als Unterstützer für Schnieder. Gestärkt mit 33 Prozent, laut einer aktuellen Dimap-Umfrage, für seine CDU ist Boris Rhein mit ordentlich Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Seine christlich-sozialen Politik kommt bei den Menschen an: "Wir sind die letzte verbliebene Volkspartei in Deutschland - Hessen ist und bleibt Ampelfreie-Zone. Unser Auftrag ist es, die Probleme der Menschen zu lösen und Deutschland in der Mitte zu halten." Gerade im Super-Wahljahr mit fünf Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin) sowie drei Kommunalwahlen (Bayern, Hessen und Niedersachsen) seien Stabilität, Kurs und Kontinuität wichtig.

Rhein: "Besser machen, statt besser wissen."

Seit zwei Jahren regieren in Hessen CDU und der kleinere Partner SPD geräuschlos. "Wir haben alles geliefert, was wir im Wahlkampf plakatiert und versprochen haben", machte Rhein deutlich und nannte Beispiele: Hessengeld, härtestes Gender-Verbot in Deutschland, Wolf ins Jagdrecht (Berlin und Brüssel), Fußfessel für Frauenschläger, Bezahlkarte, strengstes Sicherheitsgesetz in Deutschland, Innenstadtoffensive für mehr Sicherheit in hessischen Städten. "Bei uns gilt: Nicht zu viel versprechen, aber alles halten. Mit den Grünen wäre all das nicht möglich gewesen. Sie überfordern die Menschen im Land. Deshalb ist klar: Besser machen, statt besser wissen."

Extreme von links und rechts müssten stärker bekämpft werden. "Es braucht eine neue Debattenkultur in der Mitte unserer Gesellschaft", sprach Boris Rhein Klartext und dann schaute er noch deutlicher in die Gesichter der Unternehmer: "Mit der CDU werden wir Steuern senken, Wachstum fördern, Bürokratie stoppen. Leistung wird honoriert, nicht ignoriert. Es macht schließlich einen Unterschied, wer das Land regiert." Die Christdemokratie steht für Arbeitsplätze. "Mit uns wird es keine Erbschaftssteuer und Gewerkschaftsgeplänkel geben. Die SPD sollte mal besser ihre Prozente erhöhen, statt höhere Steuern für Familienunternehmen zu fordern." Zum Schluss seiner Rede ging der Hessen-MP nochmal auf seine Knallhart-Sicherheitspolitik ein und sagte dann deutlich: "Gordon Schnieder ist bei den Menschen unterwegs, er ist der richtige MP für unsere Nachbarn in Rheinland-Pfalz."

Schnieder, der aktuell Oppositionsführer im Mainzer Landtag ist, ergriff nach Rhein das Wort. Er will "Ermöglicher" sein, Rheinland-Pfalz aus dem Stillstand der letzten Jahrzehnte führen, die Bildung wieder zum Kern machen - "so wie unter Bernhard Vogel" - und lieber auf Vertrauen, statt auf öffentlichen Zank setzen. Und mit Blick auf die Unternehmen: "Jede Diskussion über Steuererhöhung ist Gift für Wachstum und Wirtschaft." Rheinland-Pfalz habe mehr verdient und müsse vom Abstiegsland wieder in eine "gute, neue Zeit" geführt werden. (Christian P. Stadtfeld) +++

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