Treffpunkt, wie er früher war
Wie geht es mit der Grillenburg weiter? - Lehnerzer wollen Gastronomie
Alle Fotos: Martin Engel
28.01.2026 / FULDA -
Ein Gasthaus strahlt Gemütlichkeit aus, hier trifft man sich und bestenfalls funktioniert die Kommunikation auf kurzem Wege. So etwas könnte auch in der Grillenburg in Lehnerz (Fulda) möglich sein. Könnte. Derzeit herrscht eher Tristesse, der Zapfhahn ist aus und die Küche so kalt wie das Verhältnis zum Stadtbaurat.
Zwischen der Stadt Fulda und dem Ortsbeirat gibt es handfeste Differenzen. Dies wurde auch bei der Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend deutlich.
Sollte der Küchenanbau abgerissen werden?
Die Kernfrage, nachdem der bisherige Pächter, das Restaurant und Hotel mit acht Zimmern im Jahr 2020 verlassen hatte, ist die Frage: Sanierung oder Abriss und Neubau eines Bürgerhauses? Die gastronomische Verpachtung ist für Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) offenbar keine Option. Zwischenzeitlich war sogar von einem Abriss des Küchenanbaus die Rede. Das brachte das berühmte Fass zum Überlaufen. Euler habe bei einem entsprechenden Termin beim Gebäudemanagement mehrfach nachgefragt, ob dies ernsthaft geplant sei. War es offenbar. Inzwischen sei der Stadtbaurat zwar zurückgerudert und habe von einem Missverständnis gesprochen. Eine Lösung gibt es trotzdem nicht.Konzept soll vom Magistrat erörtert werden
Außerdem werde der Magistrat aufgefordert, dass das in der Antwort auf die Anfrage der CWE in der Stadtverordnetenversammlung vom 03.02.2025 einzuholende Konzept, in welchem zur Ermittlung der Bedarfe eines Bürgerhauses als Neubau die Aufwendungen einer Sanierung der Bestandsliegenschaft zeichnerisch und mit Kosten hinterlegt gegenübergestellt werden, mit dem Ortsbeirat unmittelbar erörtert werde. Bestenfalls vor der Kommunalwahl am 15. März dieses Jahres.Werner Heurich hat vor vier Wochen in der Grillenburg seinen Geburtstag mit 120 Gästen gefeiert. "Das hat wunderbar geklappt. Ich hatte einen Caterer", sagt Heurich, der ein echter Lehnerzer ist und die Grillenburg kennt wie kaum ein anderer. Deswegen setzt er sich so für den Erhalt des Areals ein. Bei der Kommunalwahl will er übrigens nicht mehr antreten, das schlaucht ihn alles zu sehr.
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