Viele Highlights mit ordentlich Humor!

Grandiose 1. FKG-Fremdensitzung begeistert 550 Gäste im ausverkauften Saal

Pünktlich um 18:31 Uhr eröffnete Präsident Oliver Weißenberger am Samstagabend die 1. Fremdensitzung der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) im Stadtsaal. Restlos ausverkauft war die Sitzung schon wochenlang.
Alle Fotos: Martin Engel

26.01.2026 / FULDA - Feuerwerk in der Orangerie zu Fulda mit rund 550 Gästen! Pünktlich um 18:31 Uhr eröffnete Präsident Oliver Weißenberger am Samstagabend die 1. Fremdensitzung der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) im Stadtsaal. Restlos ausverkauft war die Sitzung schon wochenlang. Ein deutliches Zeichen für das von allen erwartete Spitzenprogramm. Und niemand wurde enttäuscht - das sei vorweggenommen.



Erst eroberten die "Klitze Klänne" die Bühne und machten einen ersten Stimmungstest. Dann hieß es Bühne frei für Aki und Paula Elm. Vater und Tochter der bekannten Foaset-Familie überraschten als Duo auf der Bühne und präsentierten den Song "Wir sind Fulda". Erst dann hieß es: Einmarsch für die FKG mit Prinzessin Isabel von Brief und Siegel LXXXIII. von Fulda und ihrer Mannschaft. Rappelvoll war die Bühne. "Was für ein tolles Bild", stellt die Prinzessin fest und dankte allen Aktiven - von den Garden über die Büttenredner und das Kartenbüro bis hin zur Regie - für ihre Spitzenleistung. "Das wird ein grandioser Abend."

Nach dem anspruchsvollen Tanz von Prinzenmariechen Anna Weißenberger, für den es ordentlich Applaus gab, sorgte der Musikzug der Bürger- und Prinzengarde für unterhaltsame Stimmung in der guten Stube von Foll. Ganz besonders ist ein kleiner Nachwuchs-Trompeter hervorgestochen. Für den Nachwuchs ist also auch gesorgt.

Büttenrede, Tanzmariechen und Garde begeistern

Die Showtanzgruppe Teenys erheiterte ebenfalls und dann stieg Charlotte Till als Stewardess in die Bütt. "Foaset verbindet", meinte FKG-Vize Jan Frühauf und berichtete, dass die junge Dame aus Sickels ausgeliehen wurde. Till sang nicht nur Loblied auf unser schönes Fulda, sondern nahm auch den Magistrat in die Mangel, weil Oberbürgermeister, Bürgermeister und Stadtbaurat nicht pünktlich zum Abflug erschienen, sondern an der Theke im Platzhirsch hängengeblieben sind. Das Nachwuchs-Talent machte einen Ausflug durch die Welten der Lüfte und ging auch auf Persönliches ein: "Den besten Partner findet man fast immer bei sich direkt zu Haus." Wieder ein Wink in Richtung unserer Heimat.

Alma Lina - das Nachwuchs-Tanzmariechen - sorgte ebenfalls wieder für ordentlich Unterhaltung und Applaus. Der nächste Punkt war ein Klassiker: der Auftritt der Fuldaer Fastnachtssänger mit "Föllschen Gassenhauern". Und natürlich haben sie auch wieder ein Prinzessinnen-Lied kreiert. Einfach klasse! Krönender Abschluss war selbstverständlich "Ich bin in Fulda verliebt". Nach Musik gab es dann mit der Sternchengarde für die Augen. Kräftiger Applaus! Vorhang zu und Schunkelrunde mit der Band Silberbirds aus Schlitz - und wenige Minuten später standen nach kurzer Umbauphase die Funtastix mit ihrer atemberaubenden Akrobatik-Show "Barock infernal" auf der Bühne. Feinste Kleider und Showtanz vom Allerfeinsten. Damit war schon vor der Halbzeit mit diesem grandiosen Auftritt klar: Das ist eine qualitativ hochwertige Fremdensitzung.

Der Doc von Foll als Protokoller und Bauer Habersack

Weltgeschehen mit Trump, die Rolle von Bärbel Bas und die scheinheilige SPD, Oma Merkel und Olaf Scholz - der Doc von Foll Dr. Frank Steinhauer betrat als Protokoller die Bühne und ging so einigen auf den Nerv. Zur AfD kam nichts, außer: "Die Demokraten sollten sich vor diesem Mist erheben, sonst werden wir noch unser blaues Wunder erleben." In Teil 2 kam Stadtpfarrer Stefan Buß als Poar von Foll mit dazu: "Ich habe meine Stadtpfarrkirche verlassen, um Euch alle Sünden dieser karnevalistischen Kampagne zu erlassen." Im regionalen Zwiegespräch ging es dann um den Bischof, der langsam wieder genesen ist, die Dyba-Allee, die hoffentlich nicht zur Kastanien-Allee umbenannt wird, aber auch um die Stadtthemen Hessentag, Gummi und Tegut. Lob verteilte das Duo an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der mit Schimmelreiter und seine Domplatzkonzerte brillierte. Kritik fürs Land gab es für das verwaiste Groenhoff-Areal - eine absolute Großbaustelle. Und aktuell war das Protokoll auch, denn "im Bermudadreieck dreht man am goldenen Rädchen". Für Unterhaltung danach sorgte die FKG-Tanzgarde.

Bevor es dann in die offizielle knapp halbstündige Pause ging, kam mit Bauer Franz Habersack (Michael Bleuel) etwas Deftiges. Sein Thema: Das Finale vom "Rhöno Vision Song-Contest" - angekündigt mit der Eurovision-Hymne. Hünfelder Gaalbeern, Kulinarik mit Fröschen, Dirloser Gückel und schließlich die Föllsch Foller, ausgezeichnet mit dem "Goldenen Schwartenmagen". Unterstützt wurde Bauer Habersack beim Finale von den Fastnachtssängern, ausgestattet mit Fulder Rucksäcken. Eine klasse Show mit ganz viel Applaus, das muss man einfach erlebt haben.

Fastnachtssänger, Markus Hackenberg als Priester und Föllsche Fusion

Und nach der Pause ging’s mit großer Schlagkraft weiter: Erst Bella Napoli (Bella Fulda) und dann "Geh nur hei…" - die Fastnachtssänger haben nochmal einen drauf gesetzt und den Saal begeistert. "Lieber Gott, lass es endlich fallen: das Zöllibat." Damit startete Markus Hackenberg, eine feste Größe, als Priester. Im Zwiegespräch sprach er mit Gott, Markus Noll. Im Beichtstuhl erfährt er alles. Und dann: Es geht um die Kommunalpolitik. "Unsere Prinzessin kandidiert für die CDU - und vielleicht sitzt sie schon bald in der Stadtverordnetenversammlung oder sogar im Magistrat." Es gab viele Themen, aber dann stand Daniel Schreiner, der umstrittene Stadtbaurat von Fulda, im Fokus: "Lieber Gott, schenk unserem Stadtbaurat endlich mehr Hirn. Wenn Hünfelder über uns Fuldaer lachen, dann kann man‘s falscher nicht machen." Fulda hatte nämlich im tiefsten Winter keine Eisbahn, während es in Hünfeld Schlittschuhlaufen gab.

Erst konzentrierte sich die Showtanzgruppe "Föllsche Fusion" auf die Rhön, dann auf die Barockstadt Fulda. Die Mädels haben elektrisiert und begeistert - wieder ein Plus. Und dann kam das Sandmännchen - Aki Elm, ein echtes Original, auf das die FKG sehr stolz ist. "Über Florida lacht die Sonne, über Deutschland und Europa die ganze Welt", sagte das Sandmännchen mit Blick auf die große Politik und die Weltmächte. Alltagsthemen, aber auch praktische Tipps gab es vom Original - ein Garant für beste Unterhaltung.

Kurz vor dem großen Finale kamen noch die "Föllsche Jonge". Mit viel Bewegung animierten sie den Saal und sorgten für Stimmung etwa mit der Karnevalsmaus - "ohne Foaset geh ich nicht aus dem Haus". Und dann war es endlich soweit. Das große Finale kurz nach Mitternacht. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Man kann zusammenfassen: Es war eine grandiose 1. Fremdensitzung - und es macht Luft auf mehr. Föllsch Foll Hinein! (Christian P. Stadtfeld) +++

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