Pendler haben schlechte Karten

Blindgänger wird am Freitag gesprengt - Evakuierung - Bahnstrecke voll gesperrt

Der Radius um den Fundort der Bombe beträgt 500 Meter
Fotos: Stadt Gelnhausen

23.01.2026 / GELNHAUSEN - Das wird ein harter Tag für rund 600 Anwohner im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz und auch viele Pendler sind davon betroffen: Nach dem dortigen Fund einer Weltkriegsbombe in der vergangenen Woche steht jetzt der Termin für die Entschärfung des Blindgängers: Am Freitag, 23. Januar ist es soweit, dann entschärft der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger im Stadtteil Meerholz. Dafür müssen in einem Radius von 500 Metern um den Fundort zahlreiche Gebäude komplett evakuiert werden. Laut Gelnhäuser Stadtverwaltung snd davon 600 Anwohner betroffen. Aber auch die Bahnstrecke zwischen Fulda und Frankfurt muss voll gesperrt werden.

Bei Bauarbeiten im Rahmen des Bahnausbaus war am Dienstag, 13. Januar in der Feldgemarkung in Gelnhausen-Meerholz (Main-Kinzig-Kreis) eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Stadt Gelnhausen, Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelräumdienst hatten noch am Mittwoch entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Der Krisenstab der Stadt Gelnhausen wurde aktiviert und hat getagt. "Der Fundort ist abgesichert. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung", hatte Bürgermeister Christian Litzinger in einer ersten Stellungnahme zugesichert.

Die Stadt Gelnhausen hatte den Termin für die Sprengung in Abstimmung mit dem zuständigen Experten des Kampfmittelräumdienstes festgelegt. Die relativ lange Dauer zwischen Fund und Emtschärfung war der Tatsache geschuldet, dass sich der Blindgänger unter der Erde im Grundwasserbereich befindet. Dieser musste erst aufwendig freigelegt werden.

Evakuierung am Freitag ab 8 Uhr morgens


Um niemanden durch die Entschärfung zu gefährden, wird am Freitagmorgen ein Sicherheitsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet. Alle Personen innerhalb des 500-Meter-Radius müssen den Bereich bis Freitag, 8 Uhr, verlassen. Betroffen sind die Anwohner in folgendenStraßen im nördlichen Stadtteil: (jeweils die angegebenen Hausnummernbereiche): Am Bruchweg (2-20), Am Erlenbruch (1-22), Am Lindenbrunnen (1-31), Am Sandborn (1-2), Feldstraße (1-12), Hintergasse (1-9), Schulhausstraße (1-39), Schwalbenweg (1-13), Talhof (1), Unterdorfstraße (1-50), Waschbachweg (1-17), Wiesenbornstraße (32-65 (ohne 33).

Sollten Betroffene Unterstützung bei der Evakuierung benötigen, weil sie keine andere private Möglichkeit haben, können sie sich an das von der Stadt Gelnhausen eingerichtete Bürgertelefon wenden. Dieses ist unter den Rufnummern 06051 830-850 und 830-851 erreichbar. Dort kann entsprechende Hilfe koordiniert werden.

Die Entschärfung des Kampfmittels wird voraussichtlich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Nach erfolgreicher Entschärfung und Freigabe des Gebiets durch die Sicherheitsbehörden wird die Evakuierung aufgehoben. Anliegerinnen und Anlieger sowie Gewerbetreibende können anschließend in ihre Wohnungen, Häuser und Geschäfte zurückkehren. Es wird davon ausgegangen, dass eine Rückkehr im Laufe des Freitagnachmittags möglich sein wird.

Auch die Zugstrecke Frankfurt-Fulda ist betroffen

Die Zugstrecke Frankfurt-Fulda muss am Freitag ab 10:30 Uhr gesperrt werden. Der Bahnhof in Niedermittlau wird dann nicht angefahren. Züge verkehren bis zu den Bahnhöfen Langenselbold beziehungsweise Hailer-Meerholz. Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen liegen laut den Angaben der Stadt außerhalb des Evakuierungsbereichs und sind demnach nicht betroffen. Haustiere sollen nach Möglichkeit mitgenommen werden. (ci)+++



Der Gelnhäuser Bürgermeister Christian Litzinger hoffet, dass alle Menschen am Freitagabend wider in ihre Häuser können

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