Nach monatelanger Diskussion
Kindergarten Don Bosco gerettet: Stadt und Kirche verhindern Schließung
Archivfotos: Rene Kunze
24.01.2026 / GERSFELD (RHÖN) -
Eine Erleichterung für Eltern, Kinder und Erzieherinnen: Der katholische Kindergarten Don Bosco in Gersfeld ist gerettet. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen Stadt und Kirche konnten beide Seiten einen neuen Betriebsvertrag abschließen, der den Fortbestand der Einrichtung sichert. Die Entscheidung kommt nach einer intensiven Phase, in der eine drohende Schließung für Unruhe in der Stadt gesorgt hatte.
Im Sommer 2025 hatte der Elternbeirat eine Online-Petition gestartet, die schnell große Aufmerksamkeit erlangte. Mehr als 1.000 Unterstützer forderten den Erhalt der Kita, nachdem die katholische Pfarrgemeinde angekündigt hatte, den bisherigen Betriebsvertrag nicht mehr fortzuführen. Hintergrund war die finanzielle Belastung der Kirche, die sie in der bisherigen Form nicht länger tragen konnte.
Stadt übernimmt 90 Prozent der Kosten
Nach etlichen Gesprächsrunden und Beratungen zwischen den Beteiligten gilt der neue Vertrag seit dem 1. Januar 2026. Die Stadt Gersfeld übernimmt künftig 90 Prozent der Kosten, die nicht durch Elternbeiträge oder Fördergelder gedeckt sind. Die Kirche beteiligt sich ab 2028 nur noch mit einem festen Zuschuss von 10.000 Euro pro Gruppe - für den Don Bosco Kindergarten also insgesamt 20.000 Euro. In der Einrichtung werden aktuell 45 Kinder in zwei Gruppen betreut.Bürgermeister: "Es ist besorgniserregend."
Gleichzeitig macht Bürgermeister Dr. Steffen Korell aber deutlich, dass die finanziellen Herausforderungen für die Kinderbetreuung in Gersfeld weiter bestehen. Die Kosten für die Einrichtungen steigen stetig, was auch die Stadt erheblich belastet. In diesem Zusammenhang warnt er: "Es ist besorgniserregend, dass die Aufwendungen der Städte und Gemeinden, so auch der Stadt Gersfeld, erheblich gestiegen sind."Gersfeld findet die Lösung!
Und dennoch: der Kindergarten in Gersfeld kann erhalten bleiben - trotz finanzieller und organisatorischer Herausforderungen. Es wurde eine Lösung gefunden, die Kinder, Familien und Mitarbeiter gleichermaßen berücksichtigt. Bürgermeister Korell zeigt sich zuversichtlich, dass der eingeschlagene Weg langfristig Bestand haben wird und der Kindergarten weiterhin eine zentrale Rolle im Gemeindeleben spielen kann. (Constantin von Butler) +++