CDU-Jahresauftaktklausurtagung

"Fulda ist das Kraftzentrum unserer Partei": Klarer Kurs für das Superwahljahr

v.l. Generalsekretär Leopold Born, Ministerpräsident Boris Rhein, Fraktionschefin Ines Claus, Parlamentarischer Geschäftsführer Ingo Schon
Fotos: Carina Jirsch

24.01.2026 / FULDA - Es ist für die CDU Hessen einer der wichtigsten Termine im jährlichen Kalender: Die Jahresauftakt-Klausurtagung der CDU Hessen und der CDU-Fraktion im Fuldaer Hotel Esperanto. Am Freitag und Samstag stehen unter anderem der hessische Unions-Chef und Ministerpräsident Boris Rhein und die beiden Parlamentarischen Staatssekretäre Michael Brand und Philipp Amthor auf der Bühne. Inhaltlich geht es um die Arbeit der CDU auf Bundes- und Landesebene, die Staatsmodernisierung, aber auch um die anstehende Kommunalwahl.


"Fulda ist das Kraftzentrum unserer Partei. Das hat damit zu tun, dass ein klarer Kurs stattfindet", macht Hessens Ministerpräsident und Unions-Chef Boris Rhein zu Beginn klar. Hier treffe sich die letzte verbleibende Volkspartei in Deutschland. "Dieses 2026 wird ein Jahr der Entscheidungen, weil für uns wichtige Weichenstellungen anstehen", blickt Rhein nach vorne. Dieses "Superwahljahr" könne ein Hochfest der Demokratie werden. Die Aufgabe der Union sei es, dieses Land in der Mitte zu halten. "Und zwar mit einer starken Union als führender Kraft."

Dafür müssten die Debatten in die Mitte geholt werden, statt diese an den Rändern zu führen. "Die Mitte muss Probleme offen diskutieren. Die Mitte muss Probleme lösen. Die Zeit der Maulkörbe muss vorbei sein. Wir brauchen eine neue Meinungskultur in der Gesellschaft", konstatiert Hessens Ministerpräsident. Mit Blick auf den Bund sei Deutschland ein Taktgeber. "Friedrich Merz hat es geschafft, dass Deutschland wieder Spieler auf dieser Welt ist", bekräftigt er dessen Politik. "Die Hessen-CDU ist die Partei für den gesunden Menschenverstand. Wir sind Benchmark auch im Bund", macht Rhein klar. "Der Politikwechsel in Deutschland ist da, er wird eingeleitet und er wird wirken. Es macht einen Unterschied, wer das Land regiert", betont der Hessische Unions-Chef.

"Wir in Hessen sind die Kommunalpartei Nummer eins"

Zur anstehenden Kommunalwahl erklärt Rhein: "Die aktuelle Umfrage ist ein starkes Signal. 33 Prozent für die CDU Hessen. Das zeigt deutlich, dass wir in Hessen die Kommunalpartei Nummer eins sind." Darauf ausruhen dürfe man sich aber nicht. "Jetzt müssen wir die Leute auch noch an den Wahlurnen von uns überzeugen. Wir müssen den Menschen deutlich machen: Nehmt die Kommunalwahl ernst", bekräftigt der Ministerpräsident abschließend.

Fraktionschefin Ines Claus ergänzt: "Wir überlassen niemand anderem die Regierungshoheit in den Gemeinden. Wir haben einfach die besten Kandidatinnen und Kandidaten. Uns liegt etwas an unseren Orten. Ich freue mich richtig auf die Kommunalwahl." Es mache auf jeder Ebene einen Unterschied, wer regiert.

Amthor: "Ich schaue mit Stolz auf die Hessen-Union"

Philipp Amthor, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, macht klar: "Ich schaue mit Stolz auf die Hessen-Union." Und zu Ministerpräsident Boris Rhein sagt er: "Du bist Klartextredner, du bist verliebt ins Machen und Umsetzen." Dass die Staatsmodernisierung auf der Agenda der Klausur in Fulda steht, freut ihn besonders. "Das ist ein Thema, das ihr ernst nehmt, und dasa spricht für die sachliche Qualität der Hessen-Union", so Amthor.

"Damit wir erfolgreich sind, müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen", macht er klar. Deutschland habe sich verknotet. "Unser Staat hat sich in eine Komplexitätsfalle manövriert. Das ist gefährlich für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und für die Demokratie in unserem Land. Wenn der Staat sein Leistungsversprechen nicht mehr einlöst, zweifeln die Bürger an der Demokratie", konstatiert der CDU-Politiker.

Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Michael Brand, erklärt mit Blick auf Kanzler Merz: "Dieser Bundeskanzler hat eine diplomatische Meisterleistung, nicht nur in Davos gebracht." Und weiter macht er klar: "Es braucht eine politische Kraftanstrengung, um Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Wir wollen das, wir müssen das und wir werden das tun."

Damit stehen die Weichen für das "Superwahljahr". Die CDU zeigt sich siegessicher und voller Tatendrang - mit einem klaren Kompass für die Zukunft. (Moritz Pappert) +++


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