Gefakte Rechnungen und Tätigkeiten
117.000 Euro Steuer hinterzogen: Angeklagter will nur Strohmann gewesen sein
Fotos: ci
23.01.2026 / FULDA -
Eine Summe von über 117.000 Euro Steuern soll ein 48-Jähriger aus Fulda von 2016 bis 2017 hinterzogen haben. Deshalb steht er seit Donnerstag vor dem Amtsgericht Fulda. Staatsanwalt Christoph Wirth wirft dem Mann vor, verantwortlich für fehlende Unterlagen, undurchsichtige Geschäfte und Scheinrechnungen für nie erbrachte Leistungen und Steuerhinterziehung zu sein.
Zeugen sollen Unschuld des Angeklagten belegen
Während Richterin Pluta und Staatsanwalt Christoph Wirth diese Aussagen als unglaubwürdige Schutzbehauptungen ansahen, beantragte der Verteidiger des 48-Jährigen, Rechtsanwalt Michael Weil, zwei weitere Zeugen zu laden, die mit dem Verstorbenen persönlich über die Ungereimtheiten gesprochen hatten. Dieser habe dabei die Schuld für die Verfehlungen auf sich genommen. Diesem Antrag gab das Gericht nach einigen Diskussionen mit dem Anwalt schließlich statt.Der Angeklagte, der weiterhin beteuerte, von alledem nichts gewusst zu haben, sei psychisch stark angeschlagen, habe bereits einen Suizidversuch hinter sich und leide unter Depressionen, führte sein Verteidiger aus. Die Richterin setzte die Verhandlung bis zur Ladung der Zeugen aus. (Carla Ihle-Becker)+++