Millionenschaden
Kfz-Betrieb in Flammen - Hochwertige Autos niedergebrannt
Fotos: Andreas Bejm und Rene Kunze
22.01.2026 / STEINAU/STR. -
Unsere OSTHESSEN|NEWS‑Blaulichtreporter waren vor Ort. Nach aktuellen Informationen brannte eine rund 20x40 Meter große Halle, die sich unmittelbar neben einem Seniorenheim befindet. Die Lage war angespannt, denn immer wieder stürzten Gebäudeteile ein und erschwerten die Löscharbeiten. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf andere Gebäude verhindern und letztlich gegen 0:30 Uhr "Feuer aus" vermelden.
Feuer breitet sich in Sekunden auf gesamte Halle aus
"Bereits auf Anfahrt zum Feuerwehrhaus wurde eine massive Rauchentwicklung festgestellt. Bei der Ersterkundung meinerseits wurde im hinteren Gebäudetrakt ein Vollbrand festgestellt und dieser hatte sich in Sekundenschnelle auf das ganze Gebäude ausgebreitet", sagte Einsatzleiter Christian Dippel am O|N-Mikro. Die Feuerwehr richtete mehrere Brandabschnitte ein und begann die Brandbekämpfung sowohl über den Hof als auch über die Gebäuderückseite. Parallel dazu wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, um die einzelnen Abschnitte personell zu verstärken und die Löschmaßnahmen effektiv fortzuführen.In der Halle, die als Werkstatt genutzt wird, befanden sich neben Spezialwerkzeug auch mehrere Fahrzeuge, darunter hochwertige Autos, die ebenfalls Opfer der Flammen wurden.
Stromausfall sorgte für zusätzliche Probleme
"Zu Beginn hatten wir eine massive Rauchentwicklung, die zeitweise auch in Richtung des Pflegeheims zog", erklärte Dippel. "In enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst wurden die Bewohner und Mitarbeiter angewiesen, die Fenster zu schließen. Dadurch konnte eine Rauchbelastung im Pflegeheim zunächst verhindert werden." Im weiteren Verlauf führte ein Stromausfall zu zusätzlichen Schwierigkeiten, weswegen der Energieversorger nachalarmiert wurde. Auch die Straßenmeisterei wurde hinzugezogen und übernahm Streumaßnahmen an der Einsatzstelle. Probleme bereitete zudem die Wasserversorgung. Erst im Laufe des Einsatzes konnte sie über mehrere Wasserbehälter stabil aufgebaut werden. Rund 80 Kräfte waren im Einsatz: darunter Rettungsdienst, Polizei, die Feuerwehren der Stadt Schlüchtern und Steinau sowie Brandschützer aus Wächtersbach, Flieden und Hanau. Verletzt wurde nach bisherigem Stand glücklicherweise niemand. Der entstandene Sachschaden wird nach vorläufiger Bewertung auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt. Die Brandursache, zu der es derzeit noch keinerlei Erkenntnisse gibt, soll nun durch die Kriminalpolizei ergründet werden. Eine Inaugenscheinnahme wird frühestens am Donnerstag möglich sein. Die Ermittlungen hierzu dauern an. (js)+++