Landkreis und Stadt stellen klar

Nach Eklat um blickdichte Säcke: Was gilt jetzt wirklich für die Gelbe Tonne?

Stapeln sich die Müllsäcke vor den Gelben Tonnen jetzt.
Archivbilder: O|N

22.01.2026 / FULDA - Eine Ankündigung des Entsorgers zur Gelben Tonne hatte viele Bürger verunsichert. Nun reagieren Stadt und Landkreis Fulda - und widersprechen deutlich: "Keinesfalls bleiben Tonnen wegen blickdichter Säcke ungeleert stehen."



Eine Ankündigung des für die Abfuhr der Gelben Tonnen zuständigen Entsorgungsunternehmens hat Anfang der Woche für Verunsicherung in Fulda und dem Umland gesorgt. Die Firma Knettenbrech + Gurdulic hatte in einer Pressemitteilung erklärt, künftig keine Gelben Tonnen mehr zu leeren, wenn darin blickdichte Plastiksäcke verwendet werden. Diese Regelung sollte laut Unternehmen sowohl für "gefüllte, lose eingelegte als auch für zusätzlich bereitgestellte Säcke" gelten.

Entwarnung durch die Stadt und den Landkreis

Stadt und Landkreis Fulda stellen nun klar, dass diese Ankündigung für ihr Gebiet so nicht umgesetzt wird. "Keinesfalls bleiben Tonnen wegen blickdichter Säcke ungeleert stehen", heißt es wörtlich in der gemeinsamen Stellungnahme. Zwar erfolge die Abfuhr der Gelben Tonnen und Gelben Säcke "nicht im Auftrag von Landkreis und Stadt Fulda", dennoch habe man nach Bekanntwerden der Mitteilung "umgehend Kontakt mit dem Entsorgungsunternehmen aufgenommen" und eine entsprechende Klarstellung erreicht. Wie es in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, im Vogelsbergkreis und im Schwalm-Eder-Kreis um die Regelung steht, ist derzeit noch unklar.

Hintergrund der Ankündigung war laut Entsorger die notwendige Sichtprüfung bei der Abfuhr. Blickdichte Säcke würden diese Kontrolle erheblich erschweren, da sich darin häufig Abfälle befänden, "die nicht in die Gelbe Tonne gehören". Stadt und Landkreis betonen jedoch zugleich, dass sie vorab über die Ankündigung nicht informiert worden seien und in diesem Bereich "keine Kompetenz oder Eingriffsmöglichkeit" hätten - anders als bei Papier-, Bio- oder Restmülltonnen.

Unabhängig davon weisen der Fachdienst Abfallwirtschaft des Landkreises Fulda und die Abfallwirtschaft der Stadt Fulda darauf hin, dass in der Gelben Tonne weiterhin nur restentleerte Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien entsorgt werden dürfen. Fehlwürfe erschwerten die Verwertung erheblich. "Eine sorgfältige Sortierung der Abfälle für die bestmögliche Verwertung kommt letztlich allen zugute", heißt es in der Mitteilung.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass aktuell noch Leerungen nachgeholt werden, die sich aufgrund der Witterungsbedingungen in der Kalenderwoche 2 verschoben hatten. Bei Problemen mit der Abfuhr der Gelben Tonnen oder Gelben Säcke werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich direkt an die Firma Knettenbrech + Gurdulic wenden. (ems) +++

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