Schneefall bleibt aus!

Zwischen Tauwetter und Hoffnung: Skisaison in der Region wackelt

Skifans und Betreiber hoffen auf ein weißes Wunder
Archivbild: O|N

23.01.2026 / REGION - Vor der Haustür ist es trocken, bissig kalt und in den letzten Tagen gab es am Himmel über Osthessen kaum Wolken. Was für viele nach herrlichem Wetter aussieht, bedeutet für die Skiliftbetreiber der Region allerdings Zittern – und das nicht aufgrund der frostigen Temperaturen. Florian Heitmann von der Wasserkuppe und Harald Jörges vom Zuckerfeld geben OSTHESSEN|NEWS einen Einblick in die aktuelle Situation.



Auch wenn auf den Pisten der Wasserkuppe aktuell noch 30 Zentimeter Schnee liegen, der auch der künstlichen Beschneiung zu verdanken ist, hat Betreiber Florian Heitmann ein ähnliches Problem wie auch Harald Jörges vom Zuckerfeld. Es kann nicht weiter beschneit werden, da die Temperaturen es nicht zulassen. "Für Kunstschnee benötigt man mindestens -3 Grad und die haben wir zurzeit in den höheren Lagen nicht. Wir liegen tagsüber im Plusbereich bei bis zu 6 Grad. Aktuell kann man aber noch fahren", so Heitmann.

Am Zuckerfeld könne man den Kunstschnee momentan gar nicht erst einsetzen. "Die Sorge meiner Mitinhaber ist, dass es sich finanziell nicht lohnt", verrät Harald Jörges gegenüber O|N. "Nach dem Wintereinbruch lief alles sehr gut. Die plötzlichen, milden Temperaturen und der Regen haben aber zur zeitweisen Schließung am letzten Sonntag geführt", führt er weiterhin aus.

Für beide Betreiber sind die Zahlen in den letzten Tagen merklich zurückgegangen, was zum einen am schwankenden Wetter liegt, wodurch keine "richtige" Saison zustande kommt. Zum anderen liegt es am kalten, aber frühlingshaften Wetter in den Tälern, welches potenzielle Besucher nicht in die Skiregionen zieht.

Die Hoffnung, dass es nochmal winterlicher wird, haben beide. Oftmals kam der große Schneefall in der Vergangenheit erst im Februar und zog sich bis in den März – es bleibt also noch ein wenig Zeit für den großen Umschwung. (pg)+++

X