Evangelischer Nachbarschaftsraum
"Am Vogelsberger Himmelborn” feiert Start der Gesamtkirchengemeinde
Fotos: Traudi Schlitt
21.01.2026 / KIRTORF -
Dass die kirchliche Landschaft sich auch im Dekanat Vogelsberg verändert, daran haben die Kirchengemeinden im Rahmen des Zukunfsprozesses ekhn2030 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) schon länger gearbeitet: Sieben Nachbarschaftsräume gibt es nun im Dekanat, und sie alle finden nach und nach auch ihre eigene Rechtsform.
Im Nachbarschaftsraum rund um Gleen, Felda und Antrifft haben sich die Gemeinden Bernsburg, Arnshain, Wahlen, Billertshausen, Zell, Katharinengemeinde Gemünden, Ehringshausen, Ermenrod, Rülfenrod und Zeilbach und Kirtorf, Ober-Gleen und Lehrbach den schönen Namen "Am Vogelsberger Himmelborn" gegeben; als Rechtsform haben sie die Struktur einer Gesamtkirchengemeinde gewählt. Diese ist seit dem 1. Januar dieses Jahres unter dem Namen des Nachbarschaftsraums am Start. Alle Gemeinden haben nun zusammen mit dem Verkündigungsteam – den Pfarrerinnen und Pfarrern Rahel Burkholz, Frank Hammel, Ursula Kadelka und Tamara Kaulich sowie der Diakonin im gemeindepädagogischen Dienst Susanne Svoboda – diesen Neubeginn in einem festlichen Gottesdienst gefeiert. Aus der Dekanatsleitung nahm Dekanin Dr. Dorette Seibert an der Veranstaltung teil; musikalisch leitete Reiner Männl die Feierstunde.
"Siehe, ich mache alles neu"
Diakonin Susanne Svoboda beteiligte sich mit der Schriftlesung an der Gestaltung des Gottesdienstes; Dekanin Dr. Dorette Seibert hielt die Predigt. Auch diese beschäftigte sich mit Veränderungen, mit den Sorgen und den Chancen. Auf die großen Krisen in der Welt gebe es keine einfachen Antworten, auch nicht auf die kleineren Sorgen. Die Jahreslosung "Siehe, ich mache alles neu" aus der Offenbarung des Johannes habe Gott nicht in eine heile Welt gestellt, sondern in eine Zeit voller Katastrophen. Glaube, so die Dekanin, schaffe neuen Zusammenhalt, einen weiten Horizont, neue Dimensionen. Mit Blick auf die neue Gesamtkirchengemeinde lobte Seibert alle beteiligten Kirchengemeinden, wie mutig und beherzt sie diese große Veränderung gestaltet hätten. Es sei nicht immer einfach gewesen, zu entscheiden, was man loslassen und was man behalten wolle. Der Blick aufs Ganze habe der Nähe zum eigenen Ort gegenübergestanden. "Doch nun wächst Neues, und der Name ‚Himmelborn‘ kann Programm werden." Eine neue Kinder- und Jugendarbeit entwickele sich gerade, der Blick im Verkündigungsteam richte sich auf Talente und Begabungen. Gemeinsam könne sich das Gemeindeleben zeitgemäß entfalten, zeigte sich die Dekanin zuversichtlich.