Sapper: Sondermittel gezielt nutzen

CDU sieht Chance zur Haushaltsentlastung

Die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Poppenhausen (Wasserkuppe) beantragt, die Mittel aus dem Sondervermögen "Infrastruktur des Bundes" ausschließlich für nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projekte zu verwenden.
Foto: CDU Poppenhausen

21.01.2026 / POPPENHAUSEN (WAKU) - Die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Poppenhausen (Wasserkuppe) beantragt, die Mittel aus dem Sondervermögen "Infrastruktur des Bundes" ausschließlich für nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projekte zu verwenden. "Diese Förderung bietet die einmalige Chance, unseren angespannten Gemeindehaushalt spürbar zu entlasten. Das gelingt jedoch nur, wenn wir die verfügbaren Mittel für Maßnahmen einsetzen, die nachhaltig, zukunftsgerichtet und mit einem breiten Nutzen für die gesamte Gemeinde verbunden sind", erklärt der Fraktionsvorsitzende Michael Sapper.



Als zentrale Schwerpunkte sieht die CDU-Fraktion die Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Digitalisierung der Verwaltung sowie die nachhaltige Energieversorgung. "Wir sollten vermeiden, Projekte umzusetzen, die lediglich einer kleinen Gruppe zugutekommen – nur weil Fördermittel vom Bund zur Verfügung stehen", so Sapper weiter.

Konkret kann sich die CDU-Fraktion vorstellen, mit den zunächst rund 750.000 Euro aus der ersten Tranche eine weitere Ultrafiltrationsanlage für den Ortsteil Abtsroda zu beschaffen. "Aus den Erfahrungen mit der Ultrafiltration am Tiefbrunnen Poppenhausen wissen wir, dass sich mit einer solchen Anlage die mögliche Fördermenge erhöhen lässt. Das sorgt insbesondere in Trockenzeiten für Entlastung", erläutert Sapper. Darüber hinaus könne eine Prüfung sämtlicher verfügbarer Wasserquellen im Gemeindegebiet auf ihre Eignung für eine gemeindeweite Nutzung erfolgen. Abhängig von den Ergebnissen der Wasserbilanz wäre es zudem denkbar, mit einem Teil der Mittel die Erschließung eines weiteren Brunnens zu prüfen.

Auch im Bereich der Abwasserentsorgung sieht die CDU-Fraktion erheblichen Handlungsbedarf. "Durch gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Fremdwassereinträgen kann unsere Kläranlage entlastet werden. In der Folge ließe sich auch die Abwassergebühr für die angeschlossenen Haushalte senken", betont der Fraktionsvorsitzende. Als drittes Handlungsfeld nennt die CDU-Fraktion die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung. "Konkret geht es dabei um die Finanzierung einer modernen Buchungssoftware für die Nutzung gemeindeeigener Einrichtungen wie der Kegelbahn oder der Dorfgemeinschaftshäuser." Darüber hinaus könnten die Einführung einer digitalen Arbeitszeiterfassung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde sowie die Anschaffung neuer Software für die Finanzabteilung aus den Fördermitteln finanziert werden.

"Wenn wir die Mittel zielgerichtet, verantwortungsvoll und mit Augenmaß einsetzen, können wir unseren Gemeindehaushalt nachhaltig entlasten und zugleich wichtige Zukunftsprojekte für Poppenhausen vorangebracht werden", so Sapper abschließend. (ms/pm) +++

X