Erfolgreicher Sparkassen-Pokal

Auftakt ins neue Wettkampfjahr - 1. Fuldaer JC holt drei Medaillen

Beim 29. Internationalen Sparkassen-Pokal in Jena erkämpften sich die jungen Sportler des 1. Fuldaer JC drei Medaillen und drei weitere Platzierungen.
Fotos: 1. Fuldaer Judo-Club

21.01.2026 / JENA - Beim 29. Internationalen Sparkassen-Pokal in Jena erkämpften sich die jungen Sportler des 1. Fuldaer JC drei Medaillen und drei weitere Platzierungen. Silber sicherte sich Michelle Müller (U18), Bronze ging an Thore Menges (U15) und Ivan Fedorenko (U18).



Am vergangenen Wochenende fand in Jena der international gut besetzte 29. Sparkassen-Pokal für die Altersklassen U11 bis U18 statt. Zum Jahresauftakt nutzten über 800 Teilnehmer aus mehr als 100 Vereinen die Möglichkeit die Form der Athleten nach der Winterpause zu testen. Der 1. Fuldaer Judo-Club war mit einer kleinen Abordnung von elf Judokas der Altersklassen U15 und U18 am Start und konnte sich über drei Medaillen und drei weitere Platzierungen freuen. Ein durchaus geglückter Start ins neue Wettkampfjahr, dass bereits im Februar mit den Hessischen Einzelmeisterschaften U15, U18 und U21 auf das erste Highlight in 2026 zusteuert.

Blitzschneller Sieg

Am Samstag machte zunächst die Altersklasse U15 den Anfang. Für den 1. Fuldaer Judo-Club war Thore Menges (-43kg) äußerst erfolgreich und erkämpfte sich eine Bronzemedaille. Nach einem Sieg gegen den Oelsnitzer Julius Heinze mit Seoi-nage unterlag er in Runde zwei dem starken Leipziger Gustav Altmann. In der Trostrunde gelang ihm gegen Bogdan Popovic (Erfurter JC) nach wenigen Sekunden ein blitzschneller Sieg mit Tai-otoshi, mit dem er auch beim zweiten Aufeinandertreffen Heinze aus einem Ärmel-Ärmel-Griff besiegen konnte.

Starker Aufritt von Fabel

Das kleine Finale gegen den Jenaer Lokalmatador Georgii Poretsky ließ er sich nicht nehmen und konnte sich relativ schnell und souverän mit einem Hebel die Bronzemedaille sichern. Ein guter Einstand von Thore Menges, der vom SSV Sand zum Jahresende ins junge Fuldaer Team gewechselt ist. Ebenfalls in der Gewichtsklasse -43kg gestartet war Jan Hartmann, der sich mit zwei Siegen einen 7. Platz erkämpfen konnte. Einen fünften Platz steuerte am Samstag Julian Fabel (-50kg) bei. Nach Siegen in der Hauptrunde gegen den Chemnitzer Levan Tabidze und Nils Siggi Friede vom PSV Kamenz unterlag Fabel erst im Halbfinale dem starken Hessen Laurenz Nebuth (JC Wiesbaden). Im anschließendem kleinen Finale musste er sich auch Ansgar Wagner (JSC Saalfeld) unglücklich geschlagen geben. Ein starker Auftritt von Fabel. Nicht platzieren konnten sich an diesem Tag Kajetan Regula (ebenfalls-43kg, ein Sieg) und Julius Michel (-37kg).

Altersklasse U18

Sonntag griff dann die Altersklasse U18 ins Wettkampfgeschehen ein. Einen sehr starken Wettkampf zeigten Michelle Müller (-57kg) und Ivan Fedorenko (-60kg). Michelle Müller spurtete von Sieg zu Sieg durch die Hauptrunde. Zunächst traf Müller auf Franziska Schiemann (KimChi Wiesbaden). Mit einer Technikabfolge aus Seoi-nage zu Ko-Uchi-makikomi konnte sie einen Konterversuch der Gegnerin perfekt übernehmen. In Runde zwei ließ sie Fabienne Vigogne (Erfurter JC) keine Chance und schickte sie mit einem Seoi-nage auf die Matte. Im Halbfinale gegen die Österreicherin Magdalena Mikota zeigte sich Müller gut eingestellt und nutzte einen Stand-Boden-Übergang mit einer cleveren Finte, um Mikota in einen Haltegriff zu zwingen, der ihr den Sieg brachte. Im Finale war Michelle Müller einen Moment unkonzentriert und lief der erfahrenen Sina Bauer (1. Dessauer JC) in einen Wurfansatz. Müller sicherte sich Platz zwei und eine Silbermedaille. Sehr stark war auch Ivan Fedorenko unterwegs.

Nach einem "verträumten" Auftaktkampf, bei dem er sich dem Eisenacher Martin Engelhardt mit einem tiefen Seoi-nage geschlagen geben musste, war Fedorenko wach und nahm den schweren Weg durch die Trostrunde auf sich. Nach einem Freilos traf er auf Lucas Rechenberg (Erfurter JC), den er nach 16 Sekunden mit einem tiefen Seoi-nage besiegte. Marcel Morarenco (Landeskader Bayern) schlug er mit einem Uchi-mata. Anschließend gelang ihm gegen den Österreicher Chamid Magomedov ein Sieg durch eine Hebeltechnik. Besonders hart umgekämpft war der Kampf gegen Dennis Lengert (Nippon Schleiz), der über die volle Kampfzeit ging. Fedorenko erzielte eine Yuko-Wertung für einen tiefen Seoi-nage, ehe er einen tiefen Ansatz eines Gegners übernehmen konnte und dafür eine Waza-ari Wertung erhielt. Im kleinen Finale um Platz drei gegen Roman Kyrpichenkov (TSV Abensberg) ließ sich Fedorenko die Bronzemedaille nicht mehr nehmen. Er nutze die Unachtsamkeit seines Gegners hervorragend aus und zwang ihn mit geschicktem Ausweichen in den Wurfansätzen zu drei Strafen für herunterziehen, die letztlich mit Hansoku-make für die Niederlage des Gegners sorgten.

Ein gelungener Jahresauftakt von Fedorenko, der in diesem Jahr sowohl in die Altersklasse U18 als auch in die neue Gewichtsklasse -60kg gewechselt hat. Ben Hartmann, der in der Gewichtsklasse -55kg angetreten war, konnte sich mit einem Freilos und einem Sieg Platz 7 erkämpfen. Nicht platzieren konnten sich nach starken Kämpfen Max Schlaudraff (-66kg, zwei Siege), Maximilian Michel (-66kg) und Michal Szymanski (-81kg).

Trainer Mike Thiel war stolz auf die Leistung seiner jungen Schützlingen: "Ich bin mit dem Ergebnis nach der Winterpause durchaus zufrieden. Es sind nur noch Kleinigkeiten an denen wir bis zu den Hessenmeisterschaften Anfang Februar arbeiten müssen." Der Verein wünscht seinen Judokas eine verletzungsfreie und erfolgreiche Wettkampfsaison 2026 und drückt für die anstehenden Meisterschaften fest die Daumen. (js/pm)+++



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