Opfer stürzt sich zu Tode
Totschlagsprozess am Landgericht: Messerstiche gegen einen Mitbewohner
Symbolbild: pixabay
20.01.2026 / HANAU -
Am Landgericht Hanau beginnt am Dienstag ein Prozess wegen Totschlags. Die Staatsanwaltschaft wirft dem im Jahr 1985 in Bad-Homburg v.d.H. geborenen und heute 40 Jahre alten Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit mit ihrer Anklageschrift vor, am 13. Mai 2025 in Hanau einem Mitbewohner mehrfache Messerstiche zugefügt zu haben. Den Verletzten ließ der Messerstecher allein in dem Raum zurück und schloss die Zimmertür von außen ab. Beim Versuch zu entkommen, war das Opfer dann aus dem Fenster gestürzt und zu Tode gekommen.
Der wohnsitzlose 40-Jährige war mit dem späteren Opfer und zwei weiteren Männern vorübergehend in einem Zimmer untergebracht worden. Er attackierte sein Opfer offenbar ohne Anlass mit dem Messer und schloss den mehrfach Verletzten in dem Raum ein. In der Anklage wird von einer Tötungsabsicht des 40-Jährigen ausgegangen.
Der durch Stich- und Schnittverletzungen am Kopf, Oberkörper und Rückenbereich verletzte Geschädigte soll in dieser Zwangslage versucht haben, über das Zimmerfenster zu entkommen. Bei diesem Versuch stürzte er aus dem ersten Obergeschoss auf eine darunterliegende Terrasse, wo er seinen Verletzungen erlag.