Ermutigendes Signal
Franziskaner auf dem Frauenberg: Kooperation am Kloster wird fortgesetzt
Archivfoto: Carina Jirsch
14.01.2026 / FULDA -
Die Kooperation der Franziskaner und von Antonius auf dem Frauenberg kann fortgesetzt werden. Diese Nachricht sorgte am Dienstagabend in der Klosterkirche für spürbare Erleichterung und Zuversicht. Zum Abschluss des Hoch-oben-Gottesdienstes wurde deutlich: Der bisherige Weg auf dem Frauenberg soll fortgeführt werden.
Unter dem Motto "Zeitenwende" fand der Hoch-oben-Gottesdienst statt, der Teil einer monatlichen Reihe ist, organisiert von antonius in Kooperation mit den Franziskanern. Zum Ende des Gottesdienstes verkündete Swen Friedrich aus dem Führungsteam von antonius und Mitglied des Vereins Freunde des Frauenbergs eine erfreuliche Nachricht: "Vor Weihnachten konnte glücklicherweise der Wille bekräftigt werden, den bisherigen Weg am Frauenberg fortzuführen. Diese Klarheit ist ein wichtiges, ein ermutigendes Zeichen für alle, die hier arbeiten, die hier einkehren, die hier beten und die diesen Ort im Herzen tragen."
Der Frauenberg als gemeinsames Projekt
Friedrich machte zugleich deutlich, dass die Zukunft des Frauenbergs nur gemeinsam gelingen könne. "Der Frauenberg ist kein Projekt eines Einzelnen, sondern ein Miteinander vieler starker Partner: Stadt Fulda, Bistum Fulda, die Franziskaner, antonius und die Freunde des Frauenbergs. Nur wenn alle diese Kräfte zusammenwirken, kann der Frauenberg das bleiben, was er ist - und zugleich das werden, was er für die Zukunft braucht."Man gehe nun davon aus, dass die "Arbeitsplätze am Frauenberg sicher sind" und plane Investitionen. Dazu zählen unter anderem die Wiederherstellung des Laubengangs im Klostergarten sowie die Wiederrichtung eines Gewächshauses, wie es früher bereits existierte.
Zeitenwende auch im Gottesdienst
Das Thema Veränderung zog sich auch durch den Gottesdienst selbst. Gestaltet wurde er von Franziskaner-Pater Cornelius Bohl, dem Verein Freunde des Frauenbergs und dem Team des Frauenbergs. Die Kooperation zwischen den Franziskanern und der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch besteht seit vielen Jahren. In Gärtnerei, Schneiderei, Küche, Tagungsbereich und im Café Flora entstanden seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2017 mehr als 100 Arbeitsplätze, davon gut die Hälfte für Menschen mit Behinderungen.Zeit als zentrales Motiv
Das Gottesdienstthema "Zeitenwende" knüpfte an Weihnachten und die Geburt Jesu als Wendepunkt der Geschichte an. In einem Einführungsdialog zwischen Pater Cornelius und Veronika Möller von antonius wurde deutlich, dass Christus nicht nur vor zweitausend Jahren in die Zeit gekommen ist, sondern auch heute in der Gegenwart der Menschen bleibt. Eine Uhr an der Krippe machte diesen Gedanken sichtbar.In Lesung, Predigt und Fürbitten stand die Erfahrung von Zeit im Mittelpunkt - als Geschenk, als Mangel, als etwas Vergängliches und zugleich Haltgebendes. Eine Sanduhr symbolisierte dabei unterschiedliche Lebenssituationen, vom hektischen Alltag bis zu Momenten des Innehaltens.
Mahnung zum gemeinsamen Weitergehen
Im Schlusswort blickte Christoph Jestädt vom Vorstand des Vereins Freunde des Frauenbergs nach vorne: "Wir haben jetzt positive Signale, aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Der Weg ist trotzdem noch weit." Er rief dazu auf, den Frauenberg weiterhin aktiv mitzugestalten.