Vorräte für zwei Tage

Blutreserven im ganzen Bundesland extrem knapp: Engpässe in Osthessen?

Blutspende in Osthessen: Jeder gesunde Spender hilft, die knapp gewordenen Vorräte wieder aufzufüllen.
Archivfotos: O|N / Carina Jirsch

14.01.2026 / REGION - Ein ernsthaftes Problem! Die Blutreserven im Bundesland Hessen sind derzeit so knapp, dass sie nur noch für etwa zwei Tage reichen. Kliniken im Raum Fulda, Bad Hersfeld und weiteren Landkreisen könnten bald nicht mehr die vollen Mengen erhalten, die sie für Operationen, Notfälle und Krebstherapien benötigen. Die Lage spitzt sich besonders für die Blutgruppen A-, 0- und 0+ zu, wo die Vorräte teilweise nur noch für anderthalb Tage ausreichen.



Laut übereinstimmenden Medienberichten sind gleich mehrere Faktoren gleichzeitig für die Notlage verantwortlich: Das winterliche Wetter macht den Weg zu Blutspendeterminen schwierig, die Ferienzeit hat viele potenzielle Spender verhindert, und eine aktuelle Grippewelle reduziert die Bereitschaft zur Blutspende zusätzlich. Viele geplante Termine mussten kurzfristig abgesagt werden oder waren deutlich schwächer besucht als üblich.

Für Osthessen bedeutet das konkret: Kliniken müssen damit rechnen, dass sie Lieferungen gekürzt bekommen - im Ernstfall um 20 bis 30 Prozent. "Wir bitten daher all diejenigen, die sich gesund fühlen, dringend in den nächsten Tagen Blut spenden zu gehen", betont Sprecherin Norah Löhlein vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen gegenüber der hessenschau.

Jeder Tropfen zählt!

Wer Blut spenden kann, leistet nicht nur einen Beitrag für die eigene Region, sondern unterstützt auch das gesamte hessische Gesundheitssystem. Das Deutsche Rote Kreuz betont, dass jede einzelne Spende bis zu drei Menschen helfen kann.

In Osthessen laufen die Blutspendetermine derzeit auf Hochtouren. Wer mitmachen möchte, findet die Termine auf der Webseite des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen. Gerade in dieser kritischen Phase zählt jede Stunde und jede Spende, um die Versorgung von Kliniken, Notfällen und schweren Krankheitsfällen aufrechtzuerhalten. (Constantin von Butler) +++

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