Wachsende Nachfrage und große Pläne

42.000 Patienten: Herz-Jesu-Krankenhaus verzeichnet starkes Jahr 2025

Ein bedeutender Schritt war 2025 die Erweiterung der Radiologie um ein neues MRT-Gerät.
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

14.01.2026 / FULDA - Das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda blickt auf ein intensives und zugleich erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Wie Geschäftsführer Michael Sammet mitteilt, ist die Nachfrage nach medizinischer Versorgung im Haus weiter gestiegen – ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.



Rund 42.000 Patienten wurden im vergangenen Jahr im Herz-Jesu-Krankenhaus versorgt. Besonders die Notaufnahme war stark ausgelastet: Mehr als 24.000 Menschen suchten dort 2025 medizinische Hilfe. Auch die Geburtshilfe verzeichnete stabile Zahlen: Über 800 Kinder kamen im Herz-Jesu zur Welt.

"Die Zahlen zeigen die weiterhin wachsende Bedeutung unseres Hauses innerhalb der regionalen Gesundheitsversorgung und wie groß das Vertrauen in unser Team aus Ärzten, Pflegekräften und allen Mitarbeitenden ist, die jeden Tag mit Expertise als auch Empathie im Einsatz sind, um den einzelnen Menschen im Mittelpunkt zu sehen", sagt Geschäftsführer Michael Sammet auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage. "Die Menschen kommen zu uns ins Krankenhaus, weil sie wissen, dass sie hier gut behandelt werden, egal mit welchem gesundheitlichen Anliegen."

Wirtschaftlicher Druck und Reformen belasten Kliniken

Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Lage für Krankenhäuser herausfordernd. Sammet verweist auf die massiv gestiegenen Personal- und Sachkosten, die nicht ausreichend gegenfinanziert werden. "Da diese immensen Kostensteigerungen nicht in vollem Maße ausgeglichen werden, kommen immer mehr Kliniken in existenzielle Schwierigkeiten", erklärt er.

Zusätzlich belaste die laufende Krankenhausreform die Einrichtungen: neue Struktur- und Personalvorgaben, veränderte Finanzierungsmodelle und ein deutlicher Anstieg bürokratischer Anforderungen. Parallel wachsen die Herausforderungen in der Versorgung und die Erwartungen der Patienten. Notaufnahmen seien stark ausgelastet, Facharzttermine knapp. Der Mangel an Pflegekräften oder Ärzten bleibt auch weiterhin ein zentrales Thema, ebenso die Digitalisierung. "All das beansprucht Zeit und Geld, die wir für das Wesentliche, eine intensivere Patientenversorgung, benötigen würden", so Sammet gegenüber O|N.

Investitionen in moderne Medizin – Radiologie erweitert

Um weiterhin hochwertige Medizin anbieten zu können, setzt das Herz-Jesu-Krankenhaus auf gezielte Modernisierung. Ein bedeutender Schritt war 2025 die Erweiterung der Radiologie um ein neues MRT-Gerät. Die modernisierte Abteilung ermöglicht schnellere Diagnostik, kürzere Wege und mehr Sicherheit für die Patienten. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der geplante Neubau der Zentralen Notaufnahme. Das Herz-Jesu betreibt die zweitgrößte Notaufnahme der Region und versorgt inzwischen mehr als ein Drittel aller Notfallpatienten in Stadt und Landkreis Fulda.

Die Zahl der Hilfesuchenden steigt seit Jahren - nicht nur aus Fulda, sondern auch aus umliegenden Landkreisen. Gründe sind unter anderem fehlende zeitnahe Arzttermine, Unsicherheit über die richtige Anlaufstelle sowie der Rückgang von Hausarztpraxen im ländlichen Raum.

"Wir haben unser interdisziplinäres Team in der Notaufnahme in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt", sagt Sammet. "Mit dem Neubau schaffen wir mehr Raum, klarere Strukturen und kürzere Wege - das wird eine spürbare Entlastung bringen."

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen blickt das Herz-Jesu-Krankenhaus optimistisch in die Zukunft. "Unser Herz-Jesu-Krankenhaus steht auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament. Der Druck im Gesundheitswesen bleibt auch in Zukunft hoch, doch trotz herausfordernder Rahmenbedingungen gehen wir zuversichtlich in die kommenden Jahre. Wir sind uns unserer Stärken bewusst und wissen, wohin wir wollen. Für unsere Patienten, für unsere Mitarbeitenden und für eine vertrauenswürdige, verlässliche lokale Versorgung." (js)+++

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