Sozialministerin Hofmann zu Gast

Hohhaus-Museum soll barrierefrei werden - 3,7 Millionen Euro Förderung

Sozialministerin Heike Hofmann (l.), Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller
Foto: Magistrat der Kreisstadt Lauterbach

10.01.2026 / LAUTERBACH - Sozialministerin Heike Hofmann hat der Stadt Lauterbach (Vogelsbergkreis) am Donnerstag im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) einen Bescheid über rund 3,7 Millionen Euro für den barrierefreien Umbau des Hohhaus-Museums übergeben. Die Summe deckt bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Baumaßnahmen ab. Für die Stadt nahm Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller den Förderbescheid entgegen.



"Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass auch historisch wie kulturell so bedeutsame Gebäude barrierefrei gestaltet und für Menschen mit Einschränkungen besser nutzbar gemacht werden. Barrierefreiheit ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe, die wir als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben", sagte Sozialministerin Hofmann.

"Wir sind dem Land Hessen sehr dankbar für die sehr hohe Förderung. Denn ohne diese finanzielle Unterstützung wäre die Stadt Lauterbach nicht in der Lage, die beabsichtigte Sanierung bzw. Renovierung des Hohhaus-Museums entsprechend heutiger, zeitgemäßer Anforderungen durchzuführen. Damit ist auch die Funktions- und Zukunftsfähigkeit dieses Gebäudes mit seiner kulturhistorisch wichtigen Einrichtung gegeben", fügte Bürgermeister Vollmöller hinzu.

Neue Pläne vorgestellt

Das Hohhaus-Museum ist in einem zwischen 1770 und 1778 erbauten Barockschlösschen beheimatet und wurde bereits 1910 gegründet. Es beherbergt nicht nur historische Kunst, eine Spielzeugausstellung, die Museumsdruckerei, eine Bibliothek oder ein historisches Klassenzimmer, sondern dient auch als Veranstaltungsort. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Mit der Zuwendung soll u.a. ein Treppenhausturm mit innenliegender Aufzugsanlage geschaffen werden – als Verbindung zwischen Museum und Bibliothek, aber auch, um neben dem barrierefreien Zugang einen weiteren Fluchtweg zu schaffen. Darüber hinaus sind barrierefreie öffentliche Toiletten in der Nähe des Gebäudekomplexes geplant. Zudem ist die Veränderung des Eingangs zum Nordflügel ebenso vorgesehen wie die Verbreiterung von Türen sowie die Installation taktiler Orientierungshilfen von der Straße bis zum Gebäude.

"Die UN-BRK ist und bleibt unsere Leitlinie. Ob kulturell bedeutsame Stätten wie das Hohhaus-Museum, Gemeinschaftseinrichtungen, Verwaltungsgebäude oder inklusive Spielplätze – auf Grundlage unserer Förderrichtlinie schaffen wir mit den Kommunen inklusive Strukturen. Gerade vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft ist Inklusion ein gesamtgesellschaftliches Thema. Deshalb profitieren von Maßnahmen wie dieser in Lauterbach letztlich alle. Wir haben bereits viel geschafft, doch es bleibt auch noch einiges zu tun. Ich lade alle Hessinnen und Hessen herzlich ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen", so Ministerin Hofmann weiter. (nb/pm) +++

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