Im Norden geht nichts mehr!

Sturmtief Elli legt Bahnverkehr lahm: Zug-Chaos trifft die komplette Region

Viele ICE-Züge fallen aus, alternative Verbindungen sind stark ausgelastet.
Archivfoto: Rene Kunze

09.01.2026 / REGION - Das Sturmtief "Elli" sorgt bundesweit für erhebliche Probleme im Bahnverkehr – auch Osthessen ist massiv betroffen. Besonders an den ICE-Bahnhöfen Fulda und Bad Hersfeld müssen sich Reisende seit Mittwoch mit Zugausfällen, langen Wartezeiten und unklaren Verbindungen auseinandersetzen. Die Deutsche Bahn spricht von einer massiven Beeinträchtigung des Fernverkehrs, die noch bis Samstagabend andauern soll.



Bereits seit Mittwoch kommt es im gesamten Bundesgebiet zu starken Einschränkungen bei ICE-, IC- und ECE-Verbindungen. Hintergrund sind Schnee, Sturm und vereiste Anlagen infolge des Winterwetters. Besonders gravierend: cAuch zentrale Nord-Süd-Verbindungen, die über Osthessen führen, sind betroffen.

Für Fahrgäste in der Region bedeutet das konkret: Viele ICE-Verbindungen in Richtung Frankfurt, Hannover, Berlin oder Ruhrgebiet fallen komplett aus oder verkehren mit erheblichen Verspätungen. Gerade die stark frequentierte Achse Hannover–Frankfurt–Würzburg, auf der Fulda ein wichtiger Knotenpunkt ist, gehört zu den besonders betroffenen Strecken. Auch Verbindungen zwischen Berlin und Kassel-Wilhelmshöhe sind eingeschränkt, was sich ebenfalls auf den Verkehr in Osthessen auswirkt.

Kann die Reise angetreten werden?

Zusätzlich hat die Deutsche Bahn auf mehreren Schnellfahrstrecken vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit reduziert. Dadurch kommt es vermehrt zu Verspätungen, verpassten Anschlüssen und längeren Reisezeiten. Auch wenn einzelne Züge verkehren, ist ein stabiler Fahrplan derzeit nicht gewährleistet.

Die Bahn empfiehlt allen Reisenden ausdrücklich, ihre Fahrt – wenn möglich – zu verschieben. Die Einschränkungen sind laut Bahn bereits in den Auskunftssystemen hinterlegt. Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt zwingend über ihre Verbindung informieren, etwa über bahn.de, den DB Navigator oder die telefonische Reiseauskunft.

Für viele Reisende gibt es zumindest eine wichtige Erleichterung: Wer bis einschließlich Mittwoch, 7. Januar, ein Ticket für eine Reise im Zeitraum von Donnerstag bis Samstag gekauft hat, kann dieses flexibel nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben, das Ticket gilt auch zu einem späteren Zeitpunkt und auf einer geänderten Strecke. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen sind zudem Erstattungen möglich. (Constantin von Butler) +++

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