"Man muss hören, wo der Schuh drückt"
Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler besucht Bürgermeister Scharmann
Foto: Steffen Eckel
10.01.2026 / ULRICHSTEIN -
Der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler hat im Rahmen seiner Besuche der Vogelsberger Bürgermeister Ulrichsteins Bürgermeister Steffen Scharmann besucht. Bei dem Gespräch ging es vor allem um die gesundheitliche Versorgung, die Infrastruktur im ländlichen Raum und die Frage, wie Kommunen bei großen Aufgaben besser unterstützt werden können.
Ein zentrales Thema war die medizinische Versorgung vor Ort. In Ulrichstein gibt es konkrete Überlegungen für ein Gesundheitszentrum, das verschiedene Angebote bündeln könnte. Bürgermeister Scharmann machte dabei deutlich, dass der Bedarf vorhanden ist. "Wir sehen ganz klar, dass wir Perspektiven für die ärztliche Versorgung brauchen. Ein Gesundheitszentrum, das Medizin, Pflege und möglicherweise auch barrierefreies Wohnen zusammenbringt, wäre ein großer Gewinn für unsere Stadt. Allerdings ist ein solches Projekt nur mit externer Unterstützung umsetzbar. Ohne Drittmittel wird das nicht funktionieren", so Scharmann.
"Diese Gespräche sind mir wichtig"
Auch die Infrastruktur beschäftigte beide intensiv. Beim Glasfaserausbau sieht sich Ulrichstein auf einem guten Weg, zugleich stehen große Herausforderungen bei Wasser-, Abwasser- und Energieinfrastruktur an. Steffen Scharmann verwies insbesondere auf die hohen Kosten: "Allein im Bereich Abwasser sprechen wir über Investitionen in Millionenhöhe, zur Einhaltung der neuen Grenzwerte im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie. Das sind Pflichtaufgaben, die für kleine Kommunen kaum noch zu stemmen sind."Maximilian Ziegler zeigte Verständnis für diese Situation und hob die Bedeutung des direkten Austauschs hervor. "Diese Gespräche sind mir wichtig, weil sie zeigen, wo Regelungen an ihre Grenzen stoßen. Infrastruktur im ländlichen Raum stellt in den meisten Kommunen das bestimmende Thema im Hohen Vogelsberg dar. Wir werden in Zukunft erhebliche Summen in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur investieren müssen, die vielerorts an die Grenzen ihrer Lebensdauer kommt." Der Landtagsabgeordnete betonte, dass es deshalb wichtig sei, dass das Land sich dafür entschieden habe den Großteil des Geldes aus dem Sondervermögen direkt an die Kommunen weiterzugeben. Das ist aber nur ein Baustein hin zu einer Politik, die kommunalfreundlicher wird und auch werden muss." Der Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern gehört für ihn dauerhaft dazu. Heute in Ulrichstein und morgen an anderer Stelle. (mis/pm) +++