Stadt warnt: "Nicht betreten"

Kälte ja, Eis nein: Natur-Eislaufbahn am Aueweiher erneut ohne Betrieb

So sieht es am Freitag an der Mulde am Aueweiher aus.
Fotos: Marvin Myketin

10.01.2026 / FULDA - Bei diesen Temperaturen gibt es nicht sonderlich viel, was man gerne draußen unternimmt. Doch für eine Aktivität sind die Minusgrade von Vorteil: Schlittschuhlaufen. Im letzten Jahr wurde dafür eine Mulde ausgehoben, die als Eisfläche zum Schlittschuhlaufen am Aueweiher in Fulda dienen sollte. "Was ist da los, warum ist sie nicht geöffnet?" fragten unsere Redaktion kürzlich einige Leser. OSTHESSEN|NEWS hat für Sie nachgehakt.


Wir erinnern uns: Am Aueweiher ist auf einer rund 1.500 Quadratmeter großen Fläche gegenüber dem Tennisclub Grün-Weiß eine kostenfreie Natur-Eisbahn geplant. Dafür wurde bereits 2024 für etwa 80.000 Euro eine Mulde geschaffen, die im Winter geflutet werden soll. Die Stadt trägt die Kosten - Sprecherin Monika Kowoll-Ferger schildert den aktuellen Stand.

Fehlender Niederschlag trübt Hoffnung auf die Eisbahn

Warum die Eisfläche trotz frostiger Temperaturen bislang nicht genutzt werden kann, erklärt sie gegenüber O|N eher nüchtern. Die Rasenmulde sei so modelliert, "dass sich bei verschlossenem Überlauf Regen- oder Schmelzwasser sammeln kann". Dieses könne bei geeigneter Witterung gefrieren und zum Eislaufen genutzt werden. "Das war bis jetzt aufgrund des fehlenden Niederschlags nicht der Fall", heißt es.

Ein künstliches Fluten der Fläche ist laut Stadt grundsätzlich nicht vorgesehen. Die Feuerwehr habe am Anfang der Woche lediglich einen kurzen Testlauf durchgeführt. Darüber hinaus hält sich die Stadt mit weiteren Aussagen bewusst zurück. Wie es auf der Fläche weitergeht? Unklar. Wichtig sei jedoch der Hinweis, dass der Aueweiher selbst weiterhin nicht betreten werden dürfe – entsprechende Schilder seien angebracht.

Kritik von Bürgern und aus der Politik

Kritischer äußert sich der SPD-Stadtverband Fulda. In einer Pressemitteilung spricht die Partei von einer "unendlichen Geschichte" rund um das Thema Eisbahn und zeigt sich enttäuscht, dass trotz kalter Witterung erneut kein Schlittschuhlaufen möglich ist. Bemängelt wird der Einsatz öffentlicher Mittel ohne sichtbares Ergebnis. Auch O|N-Leser haben sich mit diesen Gedanken bereits an uns gewandt.

Die SPD sieht grundsätzlich Bedarf für eine Eislauffläche in Fulda und regt an, künftig neue Modelle zu prüfen - etwa mit externen Betreibern und stärkerer Unterstützung durch die Stadt. Ob und wann sich die Mulde am Aueweiher in diesem Winter doch noch in eine Eisfläche verwandelt, bleibt vorerst offen. Klar ist nur: Geduld brauchen die Schlittschuhfans in Fulda wohl weiterhin. (ems) +++

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