In drei Landkreisen
Neue Zahlen: Arbeitslosigkeit steigt gegenüber Vorjahr stark an
Archivbild: O|N
07.01.2026 / REGION -
Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen zieht weiter an. Zwar bleibt die Quote mit 3,9 Prozent die niedrigste in Hessen, doch innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich gestiegen - besonders junge Menschen und Ältere trifft die Entwicklung hart.
Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen lag zum Ende des Monats bei 7.686 und somit um 90 höher als im November. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,9 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Sie ist aber noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,8 Prozent). Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat wie auch zum Vorjahr waren nahezu alle Personengruppen betroffen, prozentual am stärksten jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren und ältere Arbeitslose über 50 Jahren.
Bei der Agentur für Arbeit in Fulda und Bad Hersfeld waren zum Ende des Jahres 3.048 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 628 mehr als im Dezember 2024. Die Jobcenter der Landkreise registrierten im Dezember 4.638 erwerbslose Personen – 45 weniger als ein Jahr zuvor.
Kurzarbeit
Arbeitsmarkt im Dezember 2025 im Landkreis Fulda: Arbeitslosigkeit steigt leicht an - Stellenbestand trotz schwacher Konjunktur stabil
Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen lag zum Ende des Monats bei 4.871 und somit um 68 höher als im November. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,7 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 5,8 Prozent), aber zum Vorjahr gestiegen.Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat waren nahezu alle Personengruppen betroffen, prozentual am stärksten jüngere Arbeitslose (+4,3 Prozent auf 557) und ältere Personen über 55 Jahre (+2,8 Prozent auf 1.034).
Innerhalb eines Jahres stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 301, bzw. 6,6 Prozent an. Das stärkste Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf. Aktuell sind 1.432 Personen über 50 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 129 mehr als vor einem Jahr (+9,9 Prozent).
"Lediglich bei Ausländerinnen und Ausländern ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr zurück", erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.
Bei der Agentur für Arbeit in Fulda waren zum Ende des Jahres 2.057 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 106 mehr als im November und 398 mehr als vor einem Jahr (+24,0 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises Fulda registrierte im Dezember 2.814 erwerbslose Personen (-3,3 Prozent zum Vorjahr).
Trotz der sich abschwächenden Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region weiterhin aufnahmefähig. So haben 299 Personen und damit 11 mehr als im Vorjahresmonat ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beendet. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in der Region Fulda derzeit 1.380 Stellen zur Besetzung vor. Das sind lediglich 28 weniger als im Dezember vergangenen Jahres. Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen weiterhin gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte.
Arbeitsmarkt im Dezember 2025 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Arbeitslosenquote weiter bei 4,3 Prozent – Jüngere und ältere Personen im Vorjahresvergleich öfter ohne Job
Im vierten Monat in Folge lag die Arbeitslosigkeit in Waldhessen im Dezember bei 4,3 Prozent. Zum Ende des Monats waren in Hersfeld-Rotenburg 2.815 arbeitslos gemeldet – 22 mehr als im November. Bei der Arbeitsagentur sind derzeit 991 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 230 mehr als im Vorjahresmonat (+30,2 Prozent). Beim Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres bei 1.824.
Binnen Jahresfrist stieg die Arbeitslosigkeit in der Region insgesamt um 282, bzw. 11,1 Prozent an. Prozentual am stärksten wuchs die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen an (+25,4 Prozent). 385 Personen unter 25 Jahren waren im Dezember ohne Job. Stark von der negativen Entwicklung betroffen sind auch schwerbehinderte Menschen (+15,6 Prozent auf 230) sowie ältere Arbeitslose. Aktuell sind 892 Personen über 50 Jahren erwerbslos gemeldet - 80 mehr als vor einem Jahr (+9,9 Prozent).
Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig
"Unsere Vermittlungsbemühungen für diese Personengruppen laufen auf Hochtouren. Trotz der sich abschwächenden Konjunktur zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region aufnahmefähig", erklärt Katharina Henkel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. So haben 160 Personen und damit 17 mehr als im Vorjahresmonat ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beendet.
Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in Waldhessen derzeit 831 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 106 weniger als im Dezember vergangenen Jahres, dennoch bestehen weiterhin gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte.
So ist die Quote im Vogelsbergkreis
Im Vogelsbergkreis ist die Anzahl der Erwerbslosen im Dezember gestiegen. 2396 Personen waren arbeitslos gemeldet, 74 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 127 Personen mehr erwerbslos gemeldet und die Quote lag bei 4,3 Prozent. (pm/ems) +++