Straßenumfrage von O|N

Kälte, Chaos, Ratlosigkeit: Was ein Stromausfall für die Fuldaer bedeuten würde

Nach dem tagelangen Stromausfall in Berlin: Was würde ein Stromausfall für die Fuldaer bedeuten?
Fotos: Maurice Schumacher

07.01.2026 / FULDA - Kühlschrank und Herd fallen aus. Licht und Heizung funktionieren nicht mehr. Es kommt kein warmes Wasser mehr aus dem Hahn. Internet und Mobilfunk sind gestört - all das erinnert an eine Reise zurück in die Steinzeit. In Berlin wurde dieses Szenario am Samstagmorgen Realität: Stromausfall im Südwesten der Stadt. Auch am Dienstag sind noch über 20.000 Haushalte ohne Strom.



Für uns in der osthessischen Region eine unvorstellbare Situation. Dennoch kommen die Fragen auf: Wie würden die Osthessen auf die Situation reagieren? Und was würde ihnen besonders fehlen? OSTHESSEN|NEWS hat sich in Fulda umgehört. Klar ist: Der erste Gedanke gilt der Überforderung.

Bei den aktuell frostigen Temperaturen fürchten die Fuldaer vor allem eins: die Kälte durch die fehlende Wärme. "Man weiß ja gar nicht, was man machen soll, weil wir in dieser Hinsicht vollkommen verwöhnt sind. Da bleiben schließlich nicht viele Möglichkeiten", zweifelte eine Bürgerin an. Ein weiterer Fuldaer erwähnte einen gleichen Punkt und ergänzte: "Wasser und Essensvorräte für einige Tage sollte aber jeder daheim haben." Die Sorgen der Fuldaer reichten allgemein vom fehlenden Strom für die PlayStation über die fehlende Möglichkeit, etwas zu kochen, bis hin zur fehlenden Wärme.

Der Stromausfall in Berlin zeigt eindrucksvoll, wie verletzlich unser Alltag ist - und wie sehr wir uns auf funktionierende Infrastruktur verlassen. Für viele Fuldaer wäre ein solcher Blackout kaum vorstellbar, doch die Straßenumfrage macht deutlich: Wir hoffen darauf, dass uns eine solche Situation hier nicht einholt. (mis) +++



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