Jonathan Strowitzki gewinnt Schulsieg
Vorlesewettbewerb an Albert-Schweitzer-Schule motiviert und macht Freude
Fotos: Jean Rossa
07.01.2026 / ALSFELD -
Die Entscheidung ist getroffen: Der beste Vorleser der Albert-Schweitzer-Schule steht fest. Beim diesjährigen Schulentscheid setzte sich Jonathan Strowitzki gegen drei Mitschüler der Jahrgangsstufe 6 durch. Er vertritt nun die Schule im Februar 2026 auf regionaler Ebene beim Kreisentscheid.
Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassenstufe am Vorlesewettbewerb teil. Er ist einer der größten und traditionsreichsten Schulwettbewerbe Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Gefördert wird er unter anderem von der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank.
Engagement und Lesefreude der Schülerinnen und Schüler
Der Vorlesewettbewerb hat an der Albert-Schweitzer-Schule erneut gezeigt, wie inspirierend Lesen sein kann. Dies betonte auch Schulleiter Christian Bolduan, der zum Schulentscheid vor wenigen Tagen knapp hundert Schülerinnen und Schüler in der Aula der Schule in der Schillerstraße begrüßte. Mit Engagement und Lesefreude trugen die Schülerinnen und Schüler zunächst Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Moderator Roland Stoll freute sich, die Klassensieger der Klassen 6 a bis d an das Lesepult zu holen: Tjark Szudmak (6a) las aus "Der kleine Hobbit" von J.R.R. Tolkien, ein unvergänglicher Klassiker. Gleiches darf man über die Auswahl von Rebekka Geißler (6b) sagen. Sie stellte "Harry Potter und der Stein der Weisen" von Joanne K. Rowling vor. Nala Kutscher (6c) hatte "Rubinrot" von Kerstin Gier ausgewählt, Jonathan Strowitzki (6d) "Rory Shy, der schüchterne Detektiv" von Oliver Schlick. Alle vier schafften es, das überaus aufmerksame Publikum in ihren Bann zu ziehen, und sicherlich haben sie auch den einen oder anderen Lesewunsch geweckt.Hochkonzentriert lauschte auch die Jury, die wie in den letzten Jahren aus Christina Jahn, Leiterin der Stadtbücherei, und Buchhändlerin Johanna Mildner bestand. Vonseiten der Schule stellten sich Diana Lautenschläger als Leiterin des Deutsch-Leistungskurses mit zwei ihrer Schülerinnen und Schüler, Lisa Sippel und Yanik Greifendorf, der schweren Aufgabe. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl.
Jonathan Strowitzki machte das knappe Rennen
Als Fremdtext hatte Roland Stoll in diesem Jahr ebenfalls einen modernen Klassiker ausgewählt, nämlich "Tintenherz" von Cornelia Funke. Hier mussten die Vorleser zeigen, dass sie auch ungeübte Texte schnell erfassen, sinngemäß und mit guter Betonung und wenigen Fehlern vorlesen können. Die Klassensieger bewältigten auch diese Aufgabe gut, und so fiel der Jury die Entscheidung nicht leicht: "Alle Schülerinnen und Schüler haben in verschiedenen Bereichen (Textauswahl, interpretierendes Lesen, sicheres Lesen des Fremdtextes) Stärken gezeigt", fassten sie bei der Verkündigung des Ergebnisses zusammen.Nun ist – zumindest was das Vorlesen betrifft – erst mal Entspannung angesagt. Im Februar dann wird die ganze Schule Jonathan Strowitzki beim Kreisentscheid die Daumen drücken. (mis/pm) +++