Widerstand gegen Rechtsextremismus

Bündnis ruft zu Kundgebung gegen Neujahrsempfang der AfD auf

Gegen die Versammlung der AfD im Hersfelder Stadtteil Hohe Luft gibt es Widerstand
Symbolbild: Carina Jirsch

08.01.2026 / BAD HERSFELD - Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis (u.a. Omas gegen Rechts, bunt statt braun e.V., buchcafé, SPD Bad Hersfeld, Grüne Ortsverband Bad Hersfeld, Die Linke Bad Hersfeld, IKUZ e.V. und Klima-Initiative Bad Hersfeld e.V.) will den Neujahrsempfang der AfD mit Gastredner Stephan Brandner nicht ohne Widerspruch hinnehmen.



Alle demokratischen Kräfte sowie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Hersfeld werden dazu aufgerufen, sich am Freitag, dem 9. Januar ab 17 Uhr in der Schlosserstraße, im Bereich zwischen EDEKA-Markt und Bürgerhaus auf der Hohen Luft (Stadtteil von Bad Hersfeld) einzufinden und friedlich Haltung gegen Menschenfeindlichkeit, rechten Hass und Hetze zu zeigen. Es wird empfohlen, den Parkplatz am Aqua-Fit in der Kolpingstraße zu nutzen und dann über den Fußweg in die Schlosserstraße zu gehen.

Das Aktionsbündnis schreibt in seiner Pressemitteilung weiter: Die AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft, einige ihrer Gruppierungen gelten als gesichert rechtsextrem. Die Partei ist bekannt für ihre rechtsnationale, ausgrenzende und menschenfeindliche Ideologie.

Der aus dem nordrhein-westfälischen Herten stammende Anwalt Stephan Brandner lebt in Gera. Er ist seit 2013 Mitglied der AfD und gilt als Vertrauter des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke, des einflussreichsten Protagonisten des völkischen Flügels der Partei. Brandner war ab 2014 Mitglied des Thüringer Landtages und zog 2017 in den Deutschen Bundestag ein. Er fallw immer wieder durch verbale Entgleisungen auf. Stephan Brandner sei 2019 unter anderem wegen antisemitischer Äußerungen in sozialen Medien als Vorsitzender des Rechtsausschusses abgewählt worden. Im Oktober 2024 habe der Bundestag Brandners Immunität aufgrund eines laufenden Ermittlungsverfahrens wegen der Vorwürfe der Beleidigung und der Anstiftung zur Beleidigung aufgehoben. Dem Verfahren liege eine Strafanzeige der Spiegel-Journalistin Ann-Kathrin Müller zugrunde, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. (pm/hhb) +++

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