Ambitioniert ins neue Jahr

Neue Ziele, neue Energie: Osthessens Sportler über ihre Pläne für 2026

Pünktlich zum Jahreswechsel sprudeln die guten Vorsätze nur so aus den Menschen heraus.
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch

07.01.2026 / REGION - "Mehr Sport", "gesünder leben", "weniger Stress": Pünktlich zum Jahreswechsel sprudeln die guten Vorsätze nur so aus den Menschen heraus. Auch Osthessens Sportlerinnen und Sportler starten mit frischem Elan ins neue Jahr und ihre Pläne könnten vielfältiger kaum sein. Von großen sportlichen Zielen über persönliche Entwicklung bis hin zu den Klassikern wie Gesundheit und mehr Leichtigkeit im Alltag ist alles dabei.


Rund 60 Prozent der Deutschen nehmen sich vor, im neuen Jahr aktiver zu werden. Doch die Realität zeigt: Viele dieser Vorsätze verpuffen bereits im Februar. Die OSTHESSEN|NEWS-Sportredaktion wollte wissen, wie es die Athletinnen und Athleten aus Osthessen so angehen und welche Ziele sie sich wirklich für dieses Jahr gesetzt haben. Lesen Sie selbst!

"Strongman" Bauer will bei den Schwersten mitmischen

"Strongman" und dreifacher deutscher Meister Volker Bauer hat sich für 2026 ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Der Fuldaer Kraftsportler, der bislang in der unter 90‑Kilogramm oder der unter 105‑Kilogramm-Klasse (Leicht- und Mittelgewicht) antrat, möchte in diesem Jahr bei den Schwersten mitmischen - nämlich bei den Athleten bis zu 180 Kilogramm. "Ich will zeigen, wie gut man sein kann, auch wenn man 'nur' 100 bis 110 Kilogramm wiegt", sagt er ganz entschlossen zu Beginn des Jahres.

Zuras größter Wunsch: Gesundheit - für sich und ihre Liebsten

Für Fußballerin und SGB-Kapitänin Celine Zura steht 2026 unter einem ganz besonderen Vorzeichen. Die Krebserkrankung ihres Mannes hat im Vorjahr viel Kraft gekostet. "Umso bewusster gehen wir nun ins neue Jahr", betont sie. Ihr größter Wunsch: Gesundheit - für sich und ihre Liebsten. Außerdem möchte sie die Zeit intensiver genießen, viel reisen und sportlich mit ihrer Mannschaft wieder an die starken Leistungen der ersten Saisonspiele anknüpfen. Persönlich nimmt sie sich vor, vor dem Tor wieder zielstrebiger und konsequenter aufzutreten. "Ansonsten lasse ich alles auf mich zukommen und schaue, was das Jahr für mich bereithält."

Schaaf: Keine Vorsätze, klare Prinzipien - Baier: Titeljagd und wertvolle Turniererfahrung

SGB-Ikone und langjähriger Kapitän Patrick Schaaf hingegen hält eher weniger von klassischen Neujahrsvorsätzen. "Ich brauche dafür keinen Jahreswechsel", bringt er es gegenüber O|N auf den Punkt. Er lebt ohnehin nach klaren Prinzipien und das ganz unabhängig vom Datum. Wir haben uns weiter in der Region umgehört: Für Billard-Ausnahmetalent Pius Baier ist das Ziel klar: Er möchte seine Leistung so abrufen, dass er selbst zufrieden ist. Konkret heißt das: "Ein Junior Open gewinnen und wertvolle Erfahrung bei Herrenturnieren sammeln." Kurz und knapp formuliert es der gebürtige Burghauner und Sky-Moderator Riccardo Basile: "Weiter beharrlich bleiben." Ein Vorsatz, der definitiv viel Raum für sportliche und persönliche Entwicklung lässt.

Reinhard: College-Saison, Integration - Cimen: Team stärken, gesund bleiben

Tennis-Star Bengt Reinhard blickt auf Nachfrage auf seine College-Saison in den USA. Er möchte mit seinem Team im NCAA-Turnier so weit wie möglich kommen, sich erstmals richtig integrieren und sich in allen Bereichen verbessern. SGB-Chefcoach Daniyel Cimen setzt sowohl auf sportliche als auch auf persönliche Weiterentwicklung. "Ich möchte so viele Spieler wie möglich individuell weiterbringen und die Mannschaft als Einheit stärken", sagt er. Gesundheit steht für ihn an erster Stelle, gleichzeitig will er sich als Trainer kontinuierlich weiterentwickeln.

Karges: Zwischen Westernsport und Rancharbeit

Zwischen sportlichen Zielen und persönlicher Weiterentwicklung setzt auch die Westernreiterin Franziska Karges auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen. Sie möchte 2026 erneut mit ihrem Paint-Horse Bounty bei großen Turnieren wie der EuroPaint, der German Open oder der Hessenmeisterschaft an den Start gehen. "Ansonsten habe ich vor, im Februar noch einmal eine Woche intensiv mit ihm bei einer Westerntrainerin zu trainieren", berichtet sie. Doch nicht nur sportlich soll es vorangehen: Wenn es die Arbeit zulässt, möchte sie im Sommer für mehrere Wochen in die USA reisen und auf einer Ranch arbeiten. "Ich will alles gut unter einen Hut bekommen, viel Spaß haben und möglichst viele Abenteuer erleben", sagt sie mit Blick auf das neue Jahr.

Meng: Stabilität, Konsequenz, volle Konzentration

Auch Tischtennis-Lokalmatador Fanbo Meng richtet seinen Fokus auf Stabilität und Fortschritt. Er möchte konstant an sich arbeiten, gesund bleiben und sich sportlich Schritt für Schritt weiterentwickeln. "In entscheidenden Momenten will ich noch konsequenter auftreten", berichtet er. Mit seinem Team möchte er die gemeinsamen Ziele verfolgen und möglichst viele Spiele erfolgreich gestalten. Für ihn zählt vor allem, jedes Match mit voller Konzentration und der richtigen Einstellung anzugehen.

Barth-Zwillinge: Mit Teamgeist und Optimismus ins neue Jahr

Die Fußballerinnen Rebekka und Emilia Barth vom TSV Pilgerzell blicken mit klaren Vorsätzen ins neue Jahr: Sie möchten an die gemeinsamen Fortschritte der Hinrunde anknüpfen. "Auch wenn die Saison bislang sportlich herausfordernd war und wir uns derzeit am Tabellenende befinden, hat uns der erste Sieg im letzten Spiel der Hinrunde gezeigt, dass vieles möglich ist, wenn wir als Team geschlossen auftreten", sagen sie. Für die Rückrunde wollen die Zwillinge den Teamgeist stärken, sich die Freude am Fußball bewahren und auch kleine Fortschritte bewusst wahrnehmen. Beide betonen, wie wichtig Optimismus und gegenseitige Unterstützung sind.

Ihr persönliches Ziel: sich individuell weiterentwickeln, jede Trainingseinheit nutzen und mit Leidenschaft, Zusammenhalt und vollem Einsatz in die kommenden Spiele starten. (Julia Schuchardt)+++

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