Sternsinger: "Nein zur Kinderarbeit – Ja zu einer guten Zukunft für alle Kinder"
Stadtpfarrer Stefan Buß.
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
10.01.2026 / FULDA -Jedes Jahr bringen die Sternsinger einen besonderen Segen in unsere Häuser: "Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus." Aber sie bringen nicht nur den Segen — sie bringen auch eine Botschaft. Und diese Botschaft heißt in diesem Jahr ganz klar: Nein zur Kinderarbeit.
Wenn wir an Kinder denken, dann denken wir an Schule, an Spielen, an Freundschaften, an Lernen, an Träume. Doch für Millionen von Kindern weltweit sieht das Leben ganz anders aus:
Sie arbeiten auf Feldern, in Steinbrüchen, in Fabriken oder auf Müllhalden.
Sie tragen schwere Lasten statt Schulranzen.
Sie arbeiten lange Tage, statt zu lernen und zu spielen.
Und genau da sagt unsere Aktion: Das ist nicht gerecht. Das ist nicht Gottes Wille. In der Bibel hören wir, wie Jesus die Kinder in die Mitte stellt und sagt: "Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran." (Mk 10,14). Jesus sieht in jedem Kind ein wertvolles, geliebtes Geschöpf Gottes. Nicht eine Arbeitskraft. Nicht ein Mittel zum Zweck. Sondern ein Mensch mit Würde, mit Rechten, mit einer Zukunft.
Wenn Kinder ausgebeutet werden, dann wird diese Würde verletzt. Dann wird etwas zerstört, das Gott schützen möchte. Vielleicht denken wir: "Das passiert doch weit weg von hier." Aber unser Leben ist verbunden mit dem Leben dieser Kinder. Die Kleidung, die wir tragen. Die Schokolade, die wir essen. Die Handys, die wir benutzen — all das hat oft einen langen Weg hinter sich. Und manchmal steht am Anfang dieses Weges Kinderarbeit. Die Sternsinger erinnern uns: Wir sind Teil einer großen Weltgemeinschaft. Und wir können Teil der Lösung sein. Durch unsere Spenden, durch unser Engagement, durch unser Dabeisein helfen wir mit, dass Kinder in die Schule gehen können, dass Familien unterstützt werden und dass Strukturen entstehen, die Kinder schützen.
Die gute Nachricht ist: Es gibt Hoffnung
Es gibt Projekte, die Kinder aus der Arbeit herausholen und ihnen Bildung ermöglichen. Es gibt Menschen, die sich einsetzen — und heute gehört ihr dazu. Jeder gespendete Euro, jeder gesprochene Segen, jedes offene Herz sagt: Ja zu Gerechtigkeit. Ja zur Würde der Kinder. Ja zu einer besseren Zukunft. Unsere Sternsinger sind nicht nur kleine Könige und Königinnen mit Kronen auf dem Kopf — sie sind Botschafter der Hoffnung. Sie bringen den Segen Gottes und tragen zugleich die Bitte in die Welt: "Schaut hin. Vergesst die Kinder nicht. Steht für sie ein."
Und so lasst uns gemeinsam sagen: Nein zur Kinderarbeit. Ja zu einer Welt, in der alle Kinder lernen, lachen und leben dürfen. Wenn Sie die Sternsingeraktion unterstützen wollen, spenden Sie bei Ihrer Heimatpfarrei oder beim Kindermissionswerk. (Stefan Buß) +++