Der Stadtpfarrer bei O|N
Eine Sternengeschichte - "Deutschland sucht den Superstar"
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
07.01.2026 / FULDA -
Mit diesen Sternchen, nach denen wir ja nicht nur bei "Deutschland sucht den Superstar" fahndeten, verhält es sich doch so, dass sie unbedingt die Scheinwerfer brauchen, die sie ins rechte Licht rücken. Dann können sie groß rauskommen, funkeln und strahlen und alles andere in den Schatten stellen. Die Weihnachtsgeschichte erzählt von einem anderen Stern. Er leuchtet, weil Gott ihn anstrahlt und braucht nicht unsere Scheinwerfer, die ihn erst zum Leuchten bringen.
Der Stern/Planet begegnet hier als Bote Gottes. Er ist angeschienen von Gottes Licht und soll den Weg zu Jesus weisen. Gott spricht zu den Weisen in der Sprache, die sie am besten verstehen können. Die Weisen kamen nach Jerusalem und suchten dort den amtierenden König Herodes auf, um ihn nach dem neugeborenen Nachfolger zu fragen. Die Reaktion des Herodes ist bezeichnend, er erschrak. Sind die Weisen neugierig geworden, so bekam es Herodes mit der Angst zu tun.
Wer von Jesus erzählt wie ein Weihnachtsstern, stellt vor die Entscheidung. Manche werden von der Botschaft gepackt. Sie machen sich auf den Weg und wollen immer mehr wissen. Manche fühlen sich von Jesus bedroht. Sie wollen selbst der Superstar sein und merken, dass Jesus ihrem Leben eine Wende geben könnte. Sie haben etwas zu verlieren, Macht, Einfluss, ein Lebenswandel, der andere verletzt und auf Kosten anderer gestaltet wird. Wieder andere reagieren auf die Botschaft mit Desinteresse.
Der Stern führt die Weisen zu Jesus, hier ist der Höhepunkt der Erzählung erreicht. Die Stars der Wissenschaft fallen vor einem Baby auf die Knie und beten es an Auch der Umweg zurück nach Hause ist Folge der Jesusbegegnung. Wer Jesus begegnet ist, bleibt nicht auf dem gleichen Weg. Er oder sie wird verändert und schlägt eine neue Richtung ein.
Weihnachten stellt jeden Menschen vor die Frage:
- Wie bin ich durch die Jesusbegegnung verändert?
- Bin ich bereit, ihm zu folgen?
- Empfinde ich neue Freude auf dem Weg zurück in den Alltag?
- Lassen ich mich ermutigen, ein Weihnachtsstern für andere zu werden und ihnen den Weg zu Jesus zu zeigen?
- Und habe ich Hoffnung für unsere Welt, weil Jesus sein Leben für sie eingesetzt hat?
führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht,
leuchte du uns voran, bis wir dort sind.
Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind!
(Alfred Zoller)
(Stefan Buß) +++