Ära Dr. Geyer geht zu Ende!

Gastroenterologie-Schwerpunktpraxis hat seit 1. Januar 2026 neuen Facharzt

Generationswechsel! Dr. Peter Geyer (re.) hat das Endoskop an Dr. Stefan Rolbetzki (li.) übergeben.
Fotos: Hendrik Urbin

08.01.2026 / FULDA - Generations- und Gesellschafterwechsel in der Schwerpunktpraxis für Gastroenterologie und Hepatologie in Fulda! Dr. Peter Geyer (65) ist zum Jahresende in den Ruhestand gegangen. Neu ins Team kommt Dr. Stefan Rolbetzki (46). Der Internist bildet seit 1. Januar 2026 zusammen mit Dr. Marco Krenzer (48) die neue Spitze der bekannten Praxis in der Bahnhofstraße, die auf Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse spezialisiert ist.



"Ich freue mich auf diese besondere und auch für mich neue Herausforderung", sagt Rolbetzki im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch. Zuletzt war der gebürtige Fuldaer und Familienvater von drei Kindern, der an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg studiert hat, leitender Oberarzt der Inneren Medizin im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda. Schon sein Vater war niedergelassener Internist in der Domstadt.

"Die Arbeit in der Praxis ist mir also nicht neu", berichtet der 46 Jahre alte Facharzt mit umfassender klinischer Expertise und spricht von einem "neuen Kapitel". Der Schritt in die ambulante Medizin sei für Dr. Rolbetzki eine bewusste Weiterentwicklung seiner ärztlichen Laufbahn. Nach vielen Jahren in der stationären Versorgung sieht er in der ambulanten Tätigkeit die Möglichkeit, sich fachlich weiter zu entfalten und seine Patienten langfristig zu begleiten. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Die gastroenterologischen und endoskopischen Verfahren habe ich während meiner klinischen Tätigkeit umfassend erlernt und mit großer Routine angewendet." Er spricht von einem "Handwerk" und berichtet von einem sich im Wandel befindlichen Gesundheitswesen. "Meinen Schwerpunkt möchte ich künftig auf die fachliche Basismedizin und die Prävention legen."

Ärztliche Doppelspitze mit Dr. Krenzer und Dr. Rolbetzki

Gemeinsam mit seinem ärztlichen Kollegen Dr. Marco Krenzer, der bereits seit 2019 Teilhaber der gastroenterologischen Schwerpunktpraxis ist, stellt sich Rolbetzki neuen Entwicklungen "sehr offen" gegenüber. Und Krenzer ist froh, dass es einen Nachfolger für Geyer gibt: "In der ärztlichen Besetzung sind Kontinuität und fachliche Expertise wichtig. Mit Stefan Rolbetzki kommt ein Kollege in unsere Praxis, der viel Erfahrung mitbringt, die Region kennt und gestalten möchte. Das braucht es, denn die Herausforderungen, auch durch den Fachkräftemangel, werden größer."

Im März 1974 wurde die internistische Praxis, die heute reine Schwerpunktpraxis ist, von Frau Dr. Pieper gegründet. Gemeinsam mit Dr. Hans Schwind entwickelte Dr. Geyer er die ursprünglich allgemein-internistische Praxis kontinuierlich zu einer gastroenterologischen und hepatologischen Schwerpunktpraxis weiter und prägte damit nachhaltig deren heutige Ausrichtung. Die Experten sind stark gefragt, bekommen Patienten aus bis zu 100 Kilometern Entfernung zugewiesen.

Für Dr. Peter Geyer geht jetzt eine Ära zu Ende. Der gebürtige Oberfranke, der seit 1961 mit seiner Familie in Hünfeld wohnt, sagt: "40 Jahre Medizin reichen und prägen. Aus gesundheitlichen Gründen höre ich jetzt auf - und damit bin ich auch zufrieden." Mehr als 25 Jahre war der 65-Jährige in der Praxis in der Bahnhofstraße tätig. "Wir haben schon immer einen ziemlichen Zulauf. Und warum? Weil wir beispielsweise Lebererkrankungen behandeln. Das machen nur wenige: das ist ein Spezialgebiet und das bleibt auch in Zukunft so." Einen passenden Nachfolger zu finden, war für Geyer kein Problem: "Ich habe meinen Ausstieg langfristig geplant und einen guten Mann gefunden."

Optimale Patientenversorgung im Fokus!

In der Praxisausrichtung, in der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und im Team werde sich nichts ändern, sagen Krenzer und Rolbetzki. Beide Ärzte verfügen über langjährige Erfahrung in den benachbarten Kliniken und sind dort gut vernetzt. Sie kennen die regionalen Versorgungswege, Ansprechpartner und Abläufe genau. Diese enge Verbindung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ermöglicht eine "reibungslose Zusammenarbeit und trägt wesentlich zu einer optimalen Patientenversorgung bei.

Eine besondere Stärke der Praxis ist das langjährig eingespielte und fachlich hochkompetente Praxis-Team, auf das beide Ärzte mit großer Wertschätzung blicken. Stellvertretend für alle zwölf Mitarbeitenden steht Marita Seipel (68) seit über 50 Jahren mit viel Erfahrung und Engagement für Verlässlichkeit, Übersicht und ein ausgeprägtes Gespür für die Patienten. "Sie ist die gute Seele, die alles koordiniert. Da zeigt sich wieder die Kontinuität, die es braucht", betont Krenzer. Und Rolbetzki ergänzt: "Die Infrastruktur steht - 2026 kann jetzt richtig starten."
(Christian P. Stadtfeld) +++

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