Stabilitätsanker und Wachstumsmotor
RhönEnergie investiert 360 Millionen Euro bis 2030 - neue Dienstleistungen
Fotos: RhönEnergie
09.12.2025 / FULDA -
Die RhönEnergie-Gruppe will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 360,4 Millionen Euro investieren. Die größten Einzelbeträge sollen in den Stromnetzausbau und Erneuerbare-Energie-Anlagen mit jeweils mehr als 100 Millionen Euro fließen. Das haben die Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Fuldaer Kreistags angekündigt.
"Das sind Rekordbeträge. Noch nie in der Geschichte unserer Gruppe und unserer Vorgängerunternehmen ÜWAG und GWV hat sich unser Unternehmen solch hohe Investitionen vorgenommen", ordnete Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie-Gruppe, die Beträge ein. Hohe Investitionen sollen auch in die Bereiche Öffentlicher Nahverkehr, Trinkwasser und Messwesen/Smart Meter sowie Straßenbeleuchtung fließen.
Energiewende verlangt hohe Investitionen
Die wirtschaftliche Stärke sei eine gute Basis, um die enormen Investitionen der nächsten Jahre stemmen zu können, erläuterte Dr. Arnt Meyer. Er sagte: "Die Energiewende verlangt von uns und den anderen Energieversorgern und Netzbetreibern auch in den nächsten Jahren große Anstrengungen. Wir nehmen diese Herausforderung an und sind in der Region der wichtigste Treiber der Energie-, Wärme- und Verkehrswende. Bedauerlich ist jedoch, dass sowohl Bundespolitik als auch die für Netze zuständige Bundesnetzagentur keine investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen setzt."
Wichtiger Partner für private Haushalte
Die RhönEnergie investiert in erneuerbare Energien – zugleich wandelt sie sich "vom Versorger zum Umsorger, nämlich zum wichtigen Partner der privaten Haushalte und der Unternehmen in Sachen Energiewende", wie Heun sagte. "Bei den Dienstleistungen für private Haushalte wollen wir wachsen. Wir installieren moderne Heizungen, Photovoltaikanlagen und Speicherlösungen. Das spart Geld – und schützt das Klima", sagte Heun. Die Energieberater der RhönEnergie informieren über Fördermittel und geben Tipps für die Sanierung von Häusern sowie für den Neubau.
Neu ist, dass die RhönEnergie-Tochter RhönEnergie Effizienz + Service (RES) PV-Anlagen für Privathaushalte als Contracting anbietet. "Diese Anlage bezahlt sich über den eingesparten Strom und die Einspeisevergütung für die überschüssige Energie nach zehn Jahren fast selbst", sagte Heun. Er rechnete dies dem Ausschuss am Beispiel eines Hauses mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kWp und einem Speicher mit einer Kapazität von 9,5 kWh vor.
Etwas Ähnliches bietet die RhönEnergie Unternehmen an. Auf den Dächern des Autozulieferers Kamax in Homberg/Ohm hat die RES bereits PV-Anlagen mit einer Leistung von 833 kWp installiert – ohne Investitionen der Kamax. Heun erläuterte: "Das Unternehmen hat drei Vorteile: Es hat geringere Stromkosten, eine geringere Umweltbelastung und es spart das Geld für die Investition." (pm/ci)+++