"Wir nehmen ordentlich Geld in die Hand!"
Breitband Main-Kinzig startet in Kürze mit Glasfaser-Ausbau
Foto: privat
10.12.2025 / STEINAU/STR. -
In der Märchenstadt Steinau steht der Glasfaser-Ausbau kurz bevor: Um die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren und ihre Fragen zu beantworten, hatten die Breitband Main-Kinzig und die Stadt Steinau zu einem Infoabend eingeladen. Die Veranstaltung fand großen Zuspruch – mehr als 200 Interessierte kamen in die Markthalle des Rathauses.
Christian Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Steinau, sagte gleich zu Beginn in seinem kurzen Grußwort, worum es ging: "Nutzen Sie diesen Abend, um sich zu informieren, und sichern Sie sich anschließend Ihren kostenlosen Glasfaser-Anschluss. Eine solche Chance kommt wahrscheinlich kein zweites Mal nach Steinau."
"Wir wollen den Landkreis fit für die Zukunft machen"
Das große Engagement des Landkreises beim Gigabit-Ausbau unterstrich Landrat Thorsten Stolz: "Privatunternehmen bauen oft nicht in ländlichen Regionen aus, sondern nur dort, wo es sich für sie lohnt. Sie picken sich die Rosinen heraus." Deshalb sei es eine kluge Entscheidung gewesen, im Jahr 2012 die kreiseigene Breitband Main-Kinzig GmbH zu gründen: "Wir übernehmen Verantwortung für unsere Region und für die Menschen, die hier leben. Wir wollen den Landkreis fit für die Zukunft machen. Und da nehmen wir ordentlich Geld in die Hand." Von den insgesamt gut 270 Millionen Euro, die insgesamt in den Gigabit-Ausbau im Main-Kinzig-Kreis fließen, gingen 70 Millionen alleine in den Bergwinkel, also in die Kommunen Schlüchtern, Sinntal und Steinau an der Straße, betonte der Landrat.Viele Infos zum Projekt an sich, zu den Quoten und zum konkreten Ausbau in Steinau gab es anschließend von Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH: "Auch wenn 79 Prozent schon ein guter Wert sind. Wir wünschen uns, dass so viele wie möglich dabei sind. Deshalb sage ich: Da geht noch mehr." Schließlich würden die Straßen nur ein einziges Mal geöffnet, und wenn die Wege wieder geschlossen sind, "dann kostet es richtig Geld, wenn Sie Glasfaser wollen", sagte Simone Roth.
"Leider dürfen wir hier nicht überall ausbauen"
Was in Steinau auch zur Wahrheit gehört: "Leider dürfen wir hier nicht überall ausbauen. Denn in Steinau gibt es einige Kabelnetzgebiete, die für uns tabu sind", erläuterte Roth. Dies liegt daran, dass der Ausbau mit Fördergeldern von Kreis, Land und Bund unterstützt wird und damit der Gigabit-Förderrichtlinie unterliegt. Diese besagt, dass ein Glasfaser-Ausbau grundsätzlich förderfähig ist, solange das Gebiet nicht bereits mit Kabelnetzen versorgt ist oder eine Versorgung durch ein Privatunternehmen geplant ist. Dies gilt sogar dann, wenn das Kabel nur an einem Gebäude vorbeiläuft.Für all diejenigen, die in Steinau und den Stadtteilen aber vom Glasfaser-Ausbau profitieren können, gab es gute Neuigkeiten: "Wir sind schon mitten in den Feinplanungen. Im zweiten Quartal soll es gleich in mehreren Stadtteilen losgehen", sagte Simone Roth. Zunächst sind die Innenstadt und Marborn dran, im dritten Quartal sollen Hintersteinau, Marjoß, Seidenroth und Uerzell folgen, und Ende 2026 soll es in Rebsdorf und Rabenstein losgehen. Sarrod und Neustall folgen Anfang 2027. Bis Mitte 2027 sollen sämtliche Arbeiten in Steinau abgeschlossen sein.
Moderiert wurde der Infoabend von Nico Bensing von der Agentur Bensing & Reith. Er leitete auch die abschließende Fragerunde, die von den Interessierten eifrig genutzt wurde. Doch zunächst informierte Andreas Müller, Senior Sales Manager von Vodafone, noch über die Aufgaben, die das Kommunikationsunternehmen übernimmt: "Die Breitband Main-Kinzig verlegt das Kabel bis ins Haus, ab da übernehmen wir. Wir kümmern uns um die aktive Technik auf dem Glasfaser-Netz und bieten auch passende Tarife an." Mittlerweile bietet auch M-net eigene Tarife für dieses neue Glasfaser-Netz der Breitband Main-Kinzig an. Wichtig zu wissen: Ein Vertrag mit einem Anbieter ist nicht notwendig, um das Glasfaser-Kabel von der Breitband Main-Kinzig verlegt zu bekommen.
Am Ende des Abends zeigte sich: Die Informationsarbeit hat sich gelohnt, denn nach der Veranstaltung strömten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum Stand der Breitband Main-Kinzig, um sich ihren Glasfaser-Anschluss zu sichern. Mehr Infos gibt es auf breitband-mkk.de. (mis/pm) +++