Auch Landhaus Schneeberg schließt

Pächter-Aus nach einem Jahr im Wildparkkiosk - Stadt sucht neuen Betreiber

Der Wildpark Gersfeld bleibt für Besucher geöffnet – trotz Übergangslösung am Kiosk.
Archivfotos: O|N/ Mathias Schmidt/ Carina Jirsch

08.12.2025 / GERSFELD (RHÖN) - Nach dem überraschenden Aus für den bisherigen Betreiber steht der Wildpark erneut vor einer Neuaufstellung. Der Wildpark Gersfeld ist ein beliebtes Ausflugsziel - nicht nur für Touristen, sondern für Familien aus der gesamten Region. Doch während auf den Wegen noch immer Rothirsche, Luchse und Wildschweine für Begeisterung sorgen, herrscht am Kiosk derzeit Stillstand. Die Stadt Gersfeld sucht einen neuen Pächter für den Kiosk und den Verkauf der Eintrittskarten.



Eine Aufgabe, die für viele Besucherinnen und Besucher selbstverständlich wirkt, sich aktuell aber als Herausforderung entpuppt. Der bisherige Pächter, Daniel Beneforti, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Sarah erst im Oktober 2024 übernommen hatte, steht nicht mehr zur Verfügung.

"Einnahmen reichen nicht mehr aus"

Warum Beneforti den Betrieb beendet hat, bleibt unklar - auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS war er nicht erreichbar. Ein Blick auf die Homepage seines weiteren Betriebs, dem Landhaus Schneeberg in Gersfeld, zeigt jedoch, dass dort wirtschaftliche Schwierigkeiten bestanden. In der Abschiedsbotschaft heißt es: "Mit schwerem Herzen möchten wir euch mitteilen, dass wir unser Restaurant zum Jahresende schließen werden."

Weiter schreiben Daniel und Sarah Beneforti: "Leider reichen die Einnahmen schon seit einiger Zeit nicht mehr aus, um wirtschaftlich bestehen zu können." Es ist der Hinweis auf eine Belastung, die möglicherweise auch Auswirkungen auf den Betrieb im Wildpark hatte.

Bürgermeister betont: "Für die Besucher ändert sich nichts"

Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell bestätigt das Ende des bisherigen Pachtverhältnisses knapp: "Der jetzige Pächter musste sein Geschäft beenden." Damit stand kurzfristig die Frage im Raum, wie der Betrieb rund um die Eintrittskarten und die Versorgung der Gäste sichergestellt werden kann. Korell beschreibt eine pragmatische Lösung: "Die Mitarbeiter beschäftigen wir bei uns in der Stadt." So bleibt der Besucherbetrieb weiterhin stabil, auch wenn im Kiosk selbst nur ein eingeschränktes Angebot möglich ist. "Mehr als Kaffee und Kaltgetränke gibt es aktuell nichts", erklärt der Bürgermeister.

Trotzdem sollen Besucher ohne Einschränkungen durch den Wildpark gehen können. Korell betont: "Für die Besucher ändert sich nichts." Auch das Mitbringen eigener Speisen und Getränke bleibt ausdrücklich erlaubt.

Gersfeld sucht aktiv nach neuer Lösung

Um den Kiosk wieder wie gewohnt betreiben zu können, sucht die Stadt bereits intensiv nach einem neuen Partner. Korell formuliert es deutlich: "Wir sind auf der Suche nach einem neuen Pächter." Interessierte oder Menschen, die jemanden kennen, der die Aufgabe übernehmen könnte, können sich direkt an die Stadtverwaltung wenden.

Bis dahin bleibt der Kiosk in einer Übergangsphase - offen, aber mit reduziertem Angebot. (Constantin von Butler) +++

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